13. September 2007, Spanien

Die Route von Walter Benjamin

Am 26. September 1940 nahm sich der deutsch-jüdische Philosoph Walter Benjamin nach seinem Versuch, von Frankreich aus über die Grenze nach Spanien zu gelangen, in dem katalanischen Grenzort Portbou das Leben. Nach seiner Flucht von Banyuls über die Pyrenäen nach Portbou, sah Benjamin seine Auslieferung an die Deutschen unmittelbar bevorstehen. Angesichts der Ausweglosigkeit seiner Situation entschied er sich, seinem Leben durch Morphium ein Ende zu setzen.An Benjamin, der v.a. durch seine Analyse des „Kunstwerks im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ und seines im Pariser Exil entstandenen Passagen-Werks bekannt geworden ist, erinnert ein Grabstein auf dem Friedhof von Portbou sowie eine begehbare Landschaftsskulptur, die der israelische Künstler Dani Karavan in Portbou zum Gedenken an Benjamin realisiert hat.

Benjamins heimliche Flucht über die Pyrenäen hat Lisa Fittko in ihrem Buch „Mein Weg über die Pyrenäen“ dokumentiert. Sie war ihm als Fluchthelferin zur Seite gestanden und hatte ihn auf geheimen, anstrengenden Gebirgspfaden von Banyuls ins spanische Portbou geleitet.

Das Rathaus von Portbou (Prov. Girona) verfügt über einen Informations- und Empfangsservice, der Einzelpersonen oder Gruppen, die die Gegend, in der Benjamin seine letzten Tage verbrachte, kennenlernen möchten, mit Informationen zu Leben und Werk des Philosophen versorgt. Im Rahmen des Projekts „Benjamin-Portbou“ werden auβerdem geführte Wanderungen organisiert, die dem ehemaligen Fluchtweg Benjamins folgen.



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