27. September 2007, Schweiz

Wo in den Host Cities die Feier steigt

In genau 254 Tagen um 18 Uhr hoffen die Schweizerinnen und Schweizer auf folgendes Ereignis: Die EM im St. Jakob-Park wird angepfiffen, die Schweiz darf ankicken. Rückpass, Steilpass – 1:0 für die Schweiz! In den Stadien und in den Fanzonen wird gejubelt, geschrieen und getanzt. Die Party hat begonnen. Bis dahin liegt vor den vier Host Cities zwar noch einige Arbeit. Es ist aber auch bereits viel erledigt und bereit für die Fussballbegeisterten. Ein Überblick über Fanzonen, «walk of fans» und öffentliche Screens der Städte Basel, Bern, Genf und Zürich.

Die vier Host Cities befinden sich im Vorfreude-Fieber. Grosses plant die Stadt Zürich. Am Kopf des Zürichsees, im Herzen der Stadt, wird am Bellevue und am Utoquai eine offizielle Fanzone errichtet. Sie besteht aus einer Tribüne, zwei fix installierten und einer mobilen LED-Wand und einer Plattform, die wie ein Floss auf dem See schwimmt. Ein Plan, der auch zahlreiche Zürcher begeistert. Bis zu 60’000 Zuschauer können hier die Spiele verfolgen. Insgesamt rechnen die Verantwortlichen von Zürich mit bis zu 1,4 Millionen Besuchern.

Über Fanmeilen gelangen die Besucher von drei Bahnhöfen in die Fanzonen. Und vom Hauptbahnhof aus führt ein so genannter „walk of fans“ an Spieltagen quer durch die Rotlichtzone bis zum Stadion. Denn: Man will auch die Fans animieren, ihre Füsse zu gebrauchen. Der „walk of fans“ ist eine von mehreren Massnahmen für eine nachhaltige Europameisterschaft. Brandneu umgebaut wurde das Letzigrundstation, das 30 000 Zuschauer fasst. Die erste Sportveranstaltung im neuen Bau war das Leichtathletik-Meeting «Weltklasse Zürich» anfangs September 2007. Fazit: Test bestanden!

Basel stellt auf dem Kasernenareal und vor dem berühmten Basler Münster ein Screen auf. 10’000 Zuschauer fasst die Fanzone auf dem Münsterplatz. Der Clou ist indes für das Nordufer des Rheins geplant: An die Mittlere Brücke wird ein riesiger Screen montiert. Gut sichtbar für 25’000 Zuschauer. Ein 3,2 km langer Fan-Boulevard führt vom Bahnhof in die Stadt. Die visuelle Ausgestaltung des 3,2 km langen Fan-Boulevards soll durch das Projekt «Stadthimmel» des Basler Kunstvermittlers Klaus Littmann realisiert werden. Angestrebt wird keine Party-, sondern eine Flaniermeile. Die Fans sollen an den Bahnhöfen in Empfang genommen und an die interessanten Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt und zu den Public Viewing Zonen geführt werden. Ebenfalls auf Baselbieter Boden sind bis zu vier Fancamps geplant. Im St.-Jakob-Park, dem grössten Fussballstadion der Schweiz, haben 40 000 Zuschauer Platz.

Bern rechnet für die Euro mit 60’000 Fans. Diese werden vor dem politischen Machtzentrum der Schweiz, dem Regierungssitz im Bundeshaus, mit den Sportlern mitfiebern. Ausser dem Bundeshausplatz wird der Waisenhausplatz ebenfalls mit einem Screen ausgestattet. Die Fanzone liegt mitten in der Altstadt. 40 Prozent der Fans werden laut Bern aus dem Ausland stammen. Das Wankdorfstadion fasst 30’000 Zuschauer.

In Genf liegt die Fanzone im Quartier Plainpalais. 30’000 Fans werden Einlass erhalten. Wie in allen Fanzonen in allen Host Cities, ist der Eintritt gratis. Das Genfer Fussballstadion «Stade de Genève» bietet 30 000 Fans Platz.



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