5. Oktober 2007, Fluggesellschaften

SAS: Wiederaufnahme der Dash 8-400 in den Flugbetrieb

Nach einem umfangreichen Inspektionsprogramm und dem Austausch von Flugzeugteilen nimmt SAS Scandinavian Airlines die Dash 8-400 (Q400) Flotte wieder in Betrieb. Die Aufnahme der ersten Flüge erfolgt am heutigen Tag. Weitere Flugzeuge werden nach abgeschlossenen Tests und Ersatzteileinbau bis zum 15. Oktober sukzessive folgen.

SAS hatte nach zwei Vorfällen in Aalborg am 9. September und in Vilnius am 12. September beschlossen, die gesamte Dash 8-400 (Q400) Flotte vorläufig aus dem Verkehr zu nehmen und umfangreiche Tests durchzuführen. Korrosionen am Hauptfahrwerk hatten zu den beiden Zwischenfällen geführt. Bereits frühzeitig hat SAS entschieden, die Flugzeugteile am Hauptfahrwerk, unabhängig davon, ob diese von Korrosion betroffen waren oder nicht, auszutauschen. SAS ist somit über die von den Luftfahrtbehörden und dem Flugzeughersteller geforderten Schritte hinausgegangen.

SAS hat außerdem intensive Inspektionen des Haupt- und des Bugfahrwerks sowie weitere umfassende Untersuchungen durchgeführt, weitaus mehr als gefordert. Demnach haben alle Flugzeuge, die nun wieder in den aktiven Flugbetrieb aufgenommen werden, eine Reihe von ausführlichen Tests hinter sich und überdies die erforderliche Lufttüchtigkeitsprüfung von den Behörden bestanden.

Acht der Dash 8-400 (Q400) von Scandinavian Airlines sind momentan bereit, in den Verkehr aufgenommen zu werden – fünf davon in Dänemark und drei in Schweden. Testflüge mit den übrigen Flugzeugen der Flotte werden fortgesetzt. Nach Abschluss werden diese sukzessive wieder in Betrieb genommen.

Von Dänemark wird der erste Flug heute nach Hamburg durchgeführt. Bis zum 15. Oktober sollen alle Flüge mit diesem Flugzeugtyp wieder vollständig auch ab/bis Deutschland (Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Stuttgart) aufgenommen werden. Die SAS Tochterfluggesellschaft Widerøe plant drei ihrer vier Flugzeuge am heutigen Donnerstag wieder einzusetzen; die vierte Maschine soll am Sonntag folgen. SAS wird Gespräche mit Bombardier bezüglich Kompensationen für die Kosten und verlorenen Einnahmen aufgrund der dreiwöchigen Außerbetriebnahme der Flugzeuge einleiten.



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