21. Oktober 2007, Tirol

Tour de Tirol blieb bis zum letzten Tag spannend

Das Konzept ging voll auf. Spannende Läufe an drei Tagen bildeten vergangenes Wochenende ein sportliches Dreigespann im Tiroler Unterland.Die Tour de Tirol verfolgt zwei Intentionen. „Einerseits wird durch die Wahl der drei Etappen die Marke Tirol als Tourismusland mit seinen vielen Möglichkeiten weit über die Landesgrenzen hinaus transportiert. Andererseits stell die Tour de Tirol mit drei Läufen einen hohen sportliche Wert dar“ informiert Veranstalter Dieter Aufinger bei der vorangegangenen Pressekonferenz in Reith i. A. Der Kritik, die Tour sei vor allem durch den schweren Bergmarathon nur der Elite des Laufsports vorbehalten, entgegnete Aufinger „Obwohl der Kaisermarathon zum Vorjahr mit geänderter Strecke noch anspruchsvoller geworden ist, ist unser Konzept ist voll aufgegangen. Mit insgesamt 900 Teilnehmern wurde das Ziel, die Teilnehmerzahl zum Vorjahr zu verdoppeln, erreicht.“

Sportlicher Auftakt in Reith im Alpbachtal
Am Freitag dem 12. Oktober 07 waren 250 Läuferinnen aus 14 Nationen am Start des Alpbachtaler Zehners. Die große Anzahl an Hobbyläufern und hunderte Zuschauer trieben die Topläufer zu Bestzeiten. Bereits am Nachmittag kämpften 150 Kinder um Bestzeiten und Siegerpokale.

Beim flachen und schnellen Alpbachtaler Zehner dominierten die Kenianer Jonathan Koilegei, Ambrose Bitok und Daniel Kiplimo Bett. Mit einem neuem Streckenrekord von 0:29:47 Minuten lag Koilegei mit 40 Sekunden vor seinen beiden Landsmännern Bitok und Bett. Bei den Damen gewann die Ukrainerin Inna Lebedeva mit einer Zeit von 0:37:24 Minuten vor Patrizia Rausch (AUT, Rückstand 32 Sekunden) und Zübeyde Tunc (BRD, Rückstand 1:31 Minuten). Patrizia Rausch schuf sich eine ideale Ausgangsposition für den Kaisermarathon, bei dem sie den Grundsteig zur erfolgreichen Titelverteidigung legte.

Überraschung beim Kaisermarathon -Tiroler lässt starke Kenianer hinter sich
Die zweite Etappe startete am Samstag den 13. Oktober 07 in Söll. Von hier aus waren auf 42.195 m nicht weniger als 2.000 Höhenmeter auf die Hohe Salve zu bewältigen.

Lag der Kenianer Bett noch nach halber Stecke in Führung, so musst er diese beim Anstieg auf zum Hartkaiser in Ellmau jedoch an den sechsfachen Berglaufweltmeister Jonathan Wyatt aus Neuseeland abgeben. Wyatt bestimmte ab diesem Zeitpunkt das Rennen. Sein Trainingspartner Markus Kröll (AUT) und der Brite Martin Cox hatten kurz zuvor den Kaisermarathon vorzeitig beendet. In unglaublichen 03:03:40 Stunden beendete Wyatt den Kaisermarathon. Rund 15 Minuten nachdem der Sieger im Ziel war, sorgte ein Tiroler für die Überraschung des Tages: Albuin Schwarz finishte als Zweiter (3:21:09) und zog somit an den beiden Kenianern vorbei. Auf dem dritten Platz landete Daniel Kiplimo Bett (3:21:41). Die österreichischen Damen setzen auch ein starkes Zeichen. Die versierte Bergläuferin Patrizia Rausch siegte in 04:04:01 Stunden vor Monika Feuersinger (4:08:36) und Michaela Habring (4:18:46.) „Ich wusste, dass ich dieses Jahr taktieren muss. Die ersten 21 km waren nicht zu unterschätzen, da es auch ständig auf und ab ging und man seine Reserven gut einteilen musste, bevor es erst richtig bergauf ging“ berichtet Rausch.

Kaiserwinkl Halbmarathon – nicht nur die Sonne strahlte

Die beiden Kenianer Daniel Kiplimo Bett und Ambrose Bitok lagen lange in Führung. In Lauerstellung Albuin Schwarz, Martin Cox und der sechsfache Berglaufweltmeister Jonathan Wyatt. In der letzten Runde war es dann so weit: Angetrieben von den hunderten Zuschauern konnte Jonathan Wyatt noch einmal all seine Kräfte mobilisieren und die afrikanischen Verfolger im Zielsprint hinter sich lassen.

Schwarz belegte dritten Platz als bester Österreicher
Der sechsfache Berglaufweltmeister Jonathan Wyatt aus Neuseeland lag mit 4:42:34 vor dem Kenianer Daniel Kiplimo Bett (5:00:28),der auf dem zweiten Platz der Gesamtwertung der Tour de Tirol landete. Überraschend stark im Rennen war der Tiroler Albuin Schwarz, der nur um 05:15 Minuten den zweiten Platz knapp verfehlte.
Bei den Damen teilten sich die Österreicherinnen die Podestplätze. Patrizia Rausch setzte sich mit (6:07:38) klar an die Spitze der Damengesamtwertung. Platz zwei belegte Katharina Rossi (6:30:57), dicht gefolgt von Maria Strasser (6:33:22).



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