29. November 2007, Mallorca

So feiert man auf Mallorca Weihnachten und Silvester

Für die Mallorquiner beginnen die religiösen Feierlichkeiten am 8. Dezember, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis (Inmaculada Concepción), ein hoher Feiertag. Viel profaner, aber nicht weniger sehnlich erwartet ist die Ziehung der spanischen Weihnachtslotterie El Gordo am 22. Dezember, gefolgt vom Heiligabend, der sich sehr vom Fest in Deutschland, Österreich oder der Schweiz unterscheidet: es gibt keine Geschenke, in den traditionellen Haushalten auch keinen Christbaum, sondern eine Krippe. Die meisten Familien essen gemeinsam zu Abend oder nehmen gemeinsam heiβe Schokolade und Ensaimadas zu sich, danach verleben viele junge Leute in Bars und Diskotheken einen laut-fröhlichen Heiligabend. Am 28. Dezember, dem Tag der „Santos Inocentes“ (die Heiligen Unschuldigen) schicken sich die Mallorquiner gegenseitig in den April, deshalb sollte man an diesem Tag auch nicht allen Zeitungsmeldungen Glauben schenken!

Auch Silvester unterscheidet sich auf Mallorca vom Jahresende in nördlichen Gefilden – nicht nur wegen der Temperaturen, die es den Mallorquinern erlaubt, sich am Rathausplatz, sowohl in Palma als auch in allen anderen Städten und Dörfern der Insel, zu treffen und zu feiern. Bei den ersehnten 12 Glockenschlägen isst man jeweils eine Weintraube: das bringt Glück für das ganze nächste Jahr.

Der Höhepunkt des Weihnachtsfestes für die mallorquinischen Kindern kommt endlich am 5. und 6. Januar: die Heiligen Drei Könige. Am Abend des 5. Januar ziehen die Könige durch die Stadt, eine Prozession, die im Falle Palmas und vieler anderer Orte an der Küste mit der Ankunft der Heiligen Drei Könige und ihres Gefolges per Schiff beginnt. Dann reiten oder fahren ihre Majestäten durch die Stadt, gefolgt von mit Geschenken schwer beladenen Wagen und bejubelt von tausenden von Kindern, die am nächsten Morgen ihre Weihnachtsgeschenke zu Hause im Wohnzimmer vorfinden – die Könige und ihre Helfer haben sie in der Nacht abgeliefert.



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