6. Dezember 2007, Valencia

Weihnachtszeit im Lande Valencia

Die weihnachtlichen Feierlichkeiten in Valencia, Alicante und dem Rest der Region sind voller Trubel und Lebensfreude. Man feiert zusammen mit Verwandten und Freunden, je zahlreicher und lauter -desto besser. Natürlich dürfen dabei auch weihnachtliche Leckereien nicht fehlen, allem voran die Süßigkeiten Turrón und Polvorones.Heiligabend wird am 24. Dezember traditionell mit der Familie bei einem großen Festessen gefeiert. Eine klassisches Weihnachtsgericht gibt es nicht, sicher ist jedoch, dass die weihnachtliche Tafel vor Speisen nur so überquillt. Beliebt sind ein mit Kastanien oder Früchten gefüllter knuspriger Truthahn, Braten oder Fisch.

Besonders Liebhaber von süßen Leckereien kommen an Weihnachten auf ihre Kosten – Turrones, Polvorones und Marzipan, lassen die Herzen kleiner und großer Naschkatzen höher schlagen.

Turrón wird aus Mandeln, Honig und Zucker hergestellt und zu länglichen Tafeln verarbeitet. Diese Süßigkeit hat arabische Wurzeln und erreichte Spanien vermutlich zu Zeiten der Mauren. Besonders berühmt für die Turrónherstellung in allen nur denkbaren Varianten sind die Städte Alicante an der Costa Blanca und Jijona (auch Xijona geschrieben) im Hinterland. Nur die dort produzierten Turrones erhalten ein Herkunftssiegel, das für einen ausgezeichneten Geschmack und hohe Qualität steht.

Etwa drei Kilometer außerhalb der Stadt im Gewerbegebiet befindet sich das Museo de Turrón, das Turrón-Museum. Es ist in die Produktionshalle des Herstellers El Lobo integriert (www.museodelturron.com). Vor Ort erfährt man alles über die Herstellung der klebrigen Köstlichkeit und kann sich im Shop auch direkt eindecken.

Eine weitere typisch spanische Weihnachtsspezialität, die auch im Lande Valencia gerne gegessen wird, sind die Polvorones. Das Wort „Polvorones“ stammt vom spanischen Wort „polvo“ (Staub) ab und ist kennzeichnend für die leicht bröselige Konsistenz dieses Gebäcks. Polvorones werden aus Mehl, Schweinefett, Zucker und gemahlenen Mandeln hergestellt, und je nach Geschmack z.B. mit Kokos, Zimt, Anis oder Sesamsamen verfeinert.

Beendet werden die Weihnachtsfeierlichkeiten am 6. Januar mit der Bescherung für Klein und Groß, sowie dem Verzehr des „Roscón de los Reyes“, dem Königskranz. In diesem mit kandierten Früchten dekorierten Hefekranz ist eine kleine Überraschung versteckt und derjenige, der sie findet, wird zum König des Hauses gekrönt. Findet man die ebenfalls versteckte Bohne, muss man den Kranz im nächsten Jahr bezahlen.



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