7. Dezember 2007, Wien

Porträts aus Obst und Gemüse von Arcimboldo

Das Kunsthistorische Museum widmet dem ehemaligen Wiener Hofmaler Giuseppe Arcimboldo von 12. Februar bis 1. Juni 2008 eine Schau der Sonderklasse. Der Renaissance-Künstler schuf nicht nur einzigartige Porträts aus Obst und Gemüse, sondern inszenierte auch Feste, entwarf Kostüme und beobachtete die Natur.

Der italienische Künstlers Giuseppe Arcimboldo wurde 1562 von Maximilian II. an den Wiener Hof berufen, um die Mitglieder der Habsburger-Familie zu porträtieren. Nach dem Tod des Kaisers diente er unter dessen Sohn, Rudolf II., in Wien und Prag bis 1587. Arcimboldos Zyklen der vier Jahreszeiten, der vier Elemente sowie die Porträts der Habsburger-Familie verbindet das Prinzip, die Motive ausschließlich aus Pflanzen, Früchten, Tieren oder Gegenständen zusammen zu setzen. Die auf diese Weise umgesetzte Verbindung von Natur, Wissenschaft und Kunst, die im 16. Jahrhundert als Gesamtheit des Wissens betrachtet wurde, ist einzigartig.

Als vielseitiger Künstler fungierte Arcimboldo in Wien auch als Regisseur und Ausstatter höfischer Tourniere, Hochzeiten und Krönungen. Ebenfalls inszenierte er Feste, entwarf Wappen, Wandteppiche und Kostüme. Im 20. Jahrhundert wurde Arcimboldo von den Surrealisten und Dadaisten wiederentdeckt und gelangte ein zweites Mal zu Ruhm.

„Giuseppe Arcimboldo“, 12.2.-1.6.2008, Kunsthistorisches Museum, 1., Maria-Theresien-Platz, Tel. +43-1-525 24-0,  www.khm.at



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