13. Dezember 2007, Indien

Mehendi – eine indische Tradition lebt

Zur Hochzeitssaison wird in Maharashtra die Henna-Kunst gefeiert – Besucher können die Maltechnik in neuen Kursen lernen

In Indien und so auch im Staat Maharashtra beginnt derzeit die Hochzeitshochsaison mit der Jahrhunderte alten Kunst des Mehendi, auch Henna genannt. Mehendi ist ein wichtiger Bestandteil vieler indischer Feierlichkeiten und vor allem jeder Hochzeit. Traditionell trifft sich die Braut vor der Hochzeit mit ihren Freundinnen und lässt sich in einer stundenlangen Prozedur kunstvoll ihre Hände, Arme und Beine bemalen. In Maharashtra werden bei der Bemalung hauptsächlich Paisleymuster oder Tränenformen verwendet. Weltweit gibt es insgesamt vier verschiedene Stilrichtungen des Mehendi.

Während sich derzeit alle Mehendi-Künstler auf die arbeitsreichste Zeit des Jahres mit fast täglich statt findenden Hochzeitsfeierlichkeiten vorbereiten, betreibt Usha Shah in Mumbai eine Schule für Mehendi. Hier kann jeder Interessierte einen Einblick in die Kunst der Körperbemalung bekommen und sich an eigenen Entwürfen versuchen. Die Besucher können zwischen drei verschiedenen Kursen wählen, die den Teilnehmern in 5 bis 20 Sitzungen die Kunst der Henna-Bemalung nahe bringen. Die Zeichnungen jedes einzelnen basieren jedoch auf Kreativität. Der Unterricht findet in den Monaten von April bis Juli sowie im Oktober statt.

Die feine Paste aus getrockneten Blättern der Lawsonia Enermis Pflanze, Wasser und Tropfen von Öl wird stets frisch hergestellt und dient nicht nur der Verschönerung des Körpers, sondern ist auch bekannt für ihre heilende Wirkung. Sie kühlt die Haut, beruhigt Schwellungen und pflegt die Haare. Die Besucher Maharashtras können so nicht nur an der indischen Kultur teilhaben, sondern sich auch selbst verwöhnen lassen.



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