23. Dezember 2007, Dominikanische Republik

Karneval in der Dominikanischen Republik

Im Februar, wenn der Karneval in Deutschland seinem Höhepunkt entgegensteuert, ist auch die Dominikanische Republik in Karnevalsstimmung. Die karibische Insel vibriert förmlich unter den typisch karibischen Rhythmen von Merengue
und Bachata, vor allem an der Küste in Santo Domingo und im Landesinneren in La Vega. Karneval in der Dominikanischen Republik ist eine Mischung aus Kultur, Tradition und Religion, die jedes Jahr um den 27. Februar zum wichtigsten Kulturereignis wird. Schon Wochen finden im ganzen Land Umzüge statt, in der Regel freitags bis sonntags. Die Anfänge des dominikanischen Karnevals reichen bis zum XVI Jahrhundert zurück, wo es bereits kleine Umzüge mit Maskierten Einwohnern in Santo Domingo gab. Diese Masken, Kostüme und Tänze setzen sich aus einer Mischung aus afrikanischen Elementen und Traditionen zusammen, die damals von Sklaven in die „neue Welt“ mitgebracht wurden sowie aus den Trachten und Bräuchen der eingewanderten Europäer. Typisch sind zum Beispiel die „diablos cojuelos“ (die hinkenden Teufel), die Teufelsmasken sowie als Stiere verkleidete Narren. In Cotuí herrschen die platanuses (Kostüme aus Pappe und Papier) vor und die papeluses (Trachten aus Bananenblättern. Nach vier durchtanzten Wochenenden im Februar bildet am ersten Märzwochenende die große Parade von Santo Domingo den spektakulären Abschluss des christlichen Volksfestes, an das sich, wie bei uns, die sechswöchige Fastenzeit anschließt.



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