16. Januar 2008, Niederlande

Themenjahr „Hollands Geheimnisse“: Blick hinter die Kulissen

2008 wird ein spannendes Jahr, denn in den Niederlanden gibt es so viel mehr zu entdecken als die bekannten Klischees. „Hollands Geheimnisse“ werden im neuen touristischen Themenjahr gelüftet. Dabei rückt das Niederländische Büro für Tourismus & Convention das vielfältige, aber oftmals unbekannte touristische und kulturelle Angebot des Landes ins Rampenlicht. „Hollands Geheimnisse“ gliedert sich dabei in drei Unterthemen: Kultur & Geschichte, Land & Wasser sowie Gastronomie & Übernachtungen. Natürlich sind für Holland-Fans weiterhin Holzschuhe und Tulpen zu sehen, Mühlen und Grachten zu besuchen. Die niederländische Küste, Amsterdam oder die Veluwe bleiben beliebte Ziele. Doch das ist noch lange nicht alles: Das neue Thema präsentiert all die Orte, die das Gros der Urlauber nicht kennt. Orte, die Unerwartetes oder ein besonderes Aha-Erlebnis bieten. Orte, die echte Geheimtipps sind.

Kultur & Geschichte
„Hollands Geheimnisse“ zeigt die weniger bekannten Hot Spots. Dazu gehören ein reiches Kulturerbe mit wunderschönen historischen Städtchen, Landgütern, Festungen und Wasserlinien. Das vielseitige Kulturangebot der Niederlande wird ebenfalls gewürdigt. Fast 1000 Museen machen das Land diesbezüglich zum weltweiten Spitzenreiter; abseits von Van Gogh und Rembrandt gibt es noch einiges zu erkunden. „Hollands Geheimnisse“ erforscht unterirdische Attraktionen in Amsterdam, Kunstfestivals und Konzerte an besonderen Orten sowie einzigartige Sammlungen in pittoresken Museen und Ausstellungen inmitten der Landschaft.

Land & Wasser
Wasser spielt in den Niederlanden eine große Rolle. Die Niederländer leben am, im und vom Wasser. Ein Viertel des Landes liegt unter dem Meeresspiegel. Dadurch sind besondere Landschaften entstanden. Es gibt so genannte Wetlands, Polder und Moore, die europaweit einzigartig sind und die man zu Fuß, per Rad oder Boot erkunden kann. Es besteht zudem während des Themenjahres die Möglichkeit, nach Herzenslust dem Wassersport in weniger bekannten Gegenden zu frönen: z.B. Groningen von den Kanälen aus zu entdecken oder mitten im Zentrum von Tilburg mit dem Boot anzulegen.

Gastronomie & Übernachtungen
Viel mehr als Frietjes und Frikandel: In den Niederlanden wächst die Zahl der Sternerestaurants ständig. Darüber hinaus lässt es sich an ungewöhnlichen Orten speisen. Es gibt Restaurants in Fabriken, Türmen und Schlössern oder ausgefallene Strandpavillons und Clubs. Angenehm überrascht werden die Urlauber auch in punkto Übernachtungsmöglich-keiten. Schlafen in einem Weinfass, einer Burg, einem Leuchtturm oder einem Heuberg – das alles ist in den Niederlanden möglich. Aber auch die kleinen „Geheimnisse“ wie künstlerisch, historisch oder verspielt eingerichtete Zimmer und ein besonderer Service sind eine Entdeckung wert.

Beispiele aus dem neuen Themenjahr:

Ons‘ Lieve Heer op Solder – eine Kirche unterm Dach
Eine Kirche auf dem Dachboden? Im Zentrum von Amsterdam befindet sich Ons‘ Lieve Heer op Solder, eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert. Der überzeugte Katholik Jan Hartman kaufte das Haus im Jahr 1661, um im reformierten Amsterdam seinen Glauben zu leben. So baute er die obersten drei Etagen zu einer versteckten Kirche um. Diese „Dachbodenkirche“ ist bis Ende des 19. Jahrhunderts in Gebrauch gewesen und bot damals Platz für 150 Menschen. Heute ist die Kirche ein Museum mit einer beeindruckenden Sammlung an Gemälden, Statuen und Silber. Zu sehen ist auch ein Saal, der als einer der am besten bewahrten Schätze des Goldenen Jahrhunderts gilt. Die Kirche vermittelt so einen imposanten Einblick in die katholische Vergangenheit Amsterdams.

Bronkhorst – Die kleinste Stadt Hollands
Am Südufer des Flusses IJssels in der Provinz Gelderland liegt die kleine Stadt Bronkhorst. Sie besitzt seit 1482 Stadtrechte und hat rund 150 Einwohner. Der pittoreske Ort entwickelte sich am Fuß des Kastells der Herren van Bronkhorst – einer Familie, die im Mittelalter mächtig und einflussreich war. Das Kastell, die Stadtmauern und Grachten sind überwiegend verschwunden. Doch die Kapelle und einige alte Häuser mit Staffelgiebel und Holzarbeiten sind erhalten geblieben und verbreiten ihren Charme. Bei einem Besuch darf ein Abstecher ins Dickens-Museum nicht fehlen. In diesem authentisch erhaltenen Stadtbauernhof findet man Bücher und Kurioses zum berühmten englischen Schriftsteller Charles Dickens. Die Umgebung von Bronkhorst bietet außerdem zahlreiche Möglichkeiten für Wanderungen und Radtouren.

Splashtours – mit dem Bus in den Fluss
In der berühmtesten Straße Rotterdams, dem Coolsingel, beginnt die Tour im gelben Stadtbus. Die Route führt vorbei an markanter Architektur, an modernen Gebäuden und Brücken. Es geht nicht nur am Fluss entlang, sondern abseits der Straße auch in die Maas hinein! Der Bus ist der erste touristische Amphibienbus der Welt und kommt gegen drei Meter hohe Wellen und Windstärke sieben locker an. Nach dem ersten Schock genießen die Besucher die atemberaubende Skyline der niederländischen Architekturmetropole. Wieder auf dem Trockenen passiert der Bus Highlights wie das Noordereiland, die Willemsbrücke, die berühmten Kubuswohnungen und das Witte Huis, das von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Eine lohnenswerte Reise also, die nicht nur architektonische Schätze der Stadt zeigt, sondern auch für Nervenkitzel sorgt.

Schokland – Weltkulturerbe auf dem Trockenen
1859 war das Maß voll: Die von Krankheiten heimgesuchte und von Stürmen immer häufiger überflutete Insel wurde auf Anordnung des König evakuiert. Die verbliebenen 635 Einwohner mussten auf das Festland umziehen und nahezu alle Bauwerke wurden abgerissen. Zum Glück nicht alle, denn nach der Eindeichung der Zuiderzee 1930 wurde das Gebiet um Schokland eingepoldert, um Holland zu neuem Land zu verhelfen. Plötzlich lag Schokland auf dem Trockenen. Das frühere Eiland blieb vollständig intakt, so dass man auch heute noch sehen kann, wie sich Schokland aus dem Polder erhebt. Dank seiner außergewöhnlichen Geschichte steht diese „Insel auf dem Trockenen“ seit 1995 auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Vor Ort werden nicht nur Rundgänge sondern auch Traktortouren mit Anhängern angeboten. Auf Schokland gibt es übrigens reiche archäologische Funde: Die ältesten Siedlungsspuren sind 10.000 Jahre alt.

Weitere Informationen: www.niederlande.de/geheimnisse



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