24. Januar 2008, Zypern

Frühling auf Zypern: Blumenpracht mit Tiefgang

Während in Deutschland noch eisige Temperaturen herrschen, zeigt sich auf Zypern der Frühling bereits von seiner schönsten Seite. Narzisse, Orchidee & Co. sind dabei nicht nur hübsch anzusehen. Um sie ranken sich auch eine Vielzahl von Mythen.

Landschaftliche Vielfalt und klimatische Unterschiede lassen auf der Mittelmeerinsel unterschiedlichste Pflanzenarten gedeihen. Besonders im Frühling ist Zypern die „duftende Insel“: Von Februar bis Mai blühen Mandeln und Kirschen, Chrysanthemen, Affodill, Mohn, Tulpen, Hyazinthen, Ringelblumen, Schwertlilien, Narzissen, Krokusse, Pfingstrosen, Alpenveilchen und Anemonen. 45 Orchideen-Arten blühen im Gebirge und an der Küste. Gut ausgeschilderte Naturlehrpfade im Troodos-Gebirge, auf der Akamas-Halbinsel und am Kap Greco illustrieren die Pflanzen.

Zyperns Blumen kommen auch in der Mythologie vor: Aus dem Blut des getöteten Adonis sind danach die roten Anemonen entstanden – die Weißen wuchsen aus den Tränen, die Aphrodite um ihren Geliebten vergoss. Im gelb blühenden Riesenfenchel soll Prometheus das vom Himmel gestohlene Feuer heimlich zu den Menschen gebracht haben.

Aus ihren Blumen gewannen die Insulaner zudem Naturmedizin: Seit dem Altertum nutzten sie das Harz der Zistrosen, die im Frühjahr und Sommer weiße, rosa und violette Blütenteppiche bilden, als Heilmittel in Salben und Tinkturen sowie als Räucherstoff. Noch im 19. Jahrhundert gewannen die Zyprioten das Harz aus Ziegenbärten, in denen es sich festsetzte, während die Tiere weideten.



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