28. Januar 2008, Fjord Line

Fjord Line geht mit „MS Bergensfjord“ in die Offensive

Nach einer umfangreichen Umrüstung hat die Passagierfähre von Fjord Line am Mittwoch den 23. Januar am Skoltegrunnskaien in Bergen festgemacht. Die frühere „Atlantic Traveller“ heißt nun „MS Bergensfjord“. Aber nicht nur der Name ist neu: Auch der Rumpf der Fähre zeigt sich in neuem Gewand, einem Anstrich in warmem Rot. „Wir hoffen, 2008 einen Passagierzuwachs von etwa 20% verzeichnen zu können“, sagt der geschäftsführende Direktor Ingvald Fardal.

„Die Modernisierung des Schiffes markiert das Ende eines erfolgreichen Umstrukturierungsprozesses. Jetzt gehen wir wieder in die Offensive. Durch die Fusion mit Master Ferries, die eine Schnellfähre auf der Linie Kristiansand-Hanstholm betreibt, haben wir zudem die Marktposition von Fjord Line gestärkt“, ergänzt Ingvald Fardal.

Weitere geplante Maßnahmen von Fjord Line sind die Präsentation eines neuen Firmenlogos und die weitere Modernisierung der Inneneinrichtung des Fährschiffs. Diese wird im Frühjahr während des laufenden Betriebes fortgesetzt.

„Es ist unser Ziel, der führende Anbieter von Fährpassagen in Westnorwegen zu werden. Fjord Line wird damit zukünftig eine noch größere Rolle für die Entwicklung des Tourismus in dieser Region spielen. Der Namenswechsel von ‚MS Atlantic Traveller’ zu ‚MS Bergensfjord’ unterstreicht die herausragende Bedeutung des Marktes in und um Bergen. Der Takt der Verbindung von und nach Bergen wurde verbessert. Zudem planen wir die Anschaffung eines weiteren Schiffes, um unser Angebot für Reisende zwischen Südwestnorwegen und Dänemark noch attraktiver zu gestalten“, macht Fardal deutlich.

Steigerung der Buchungszahlen

Ingvald Fardal betont, dass die Entscheidungen bezüglich einer Stärkung der Marktposition der Reederei schon getroffen wurden, bevor bekannt wurde, dass Color Line den Fährverkehr mit der „MS Prinsesse Ragnhild“ zwischen Westnorwegen und Dänemark einstellt. „Es ist allerdings nicht zu leugnen, dass der Wegfall eines Konkurrenten das langfristige Ziel deutlich erleichtert, unseren Marktanteil im Passagierverkehr zwischen Norwegen und Dänemark von derzeit 7% auf 20% zu steigern. Wir hoffen 2008 auf einen Umsatz von 380 Millionen NOK und sind optimistisch, unseren Investoren eine gute Rendite zu sichern. Bis zum 20. Januar haben wir 62.000 Buchungen für eine Fahrt mit der „MS Bergensfjord“ 2008 erhalten, während die Buchungszahlen im entsprechenden Vorjahreszeitraum nur bei 48.000 lagen“, so der Geschäftsführer.

Die „MS Bergensfjord“ hat eine Kapazität von 850 Passagieren sowie entweder 150 PKW und 45 Langstrecken-LKW oder 300 PKW. Die „MS Fjord Cat“, die auf der Route Kristiansand-Hanstholm verkehrt, verfügt über eine Kapazität von 670 Passagieren sowie 190 PKW und vier Bussen.

Fjord Line hat insgesamt 170 Mitarbeiter, darunter 50 Beschäftigte an Land in Bergen, Egersund und Hanstholm. Master Ferries beschäftigt in der Sommersaison insgesamt 118 Mitarbeiter, 28 Mitarbeiter arbeiten ganzjährig. Durch die Fusion der beiden Reedereien gingen keine Arbeitsplätze verloren.



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