4. Februar 2008, Niederlande

Das Senfmuseum sorgt für Würze

Nicht nur Hamburg und Lübeck gehörten zum mächtigen Handelsbündnis der Hanse. Neben Doesburg erinnern entlang der IJssel noch sechs weitere beschauliche Städtchen an die 600 Jahre Hansevergangenheit und locken mit ganz eigenen Attraktionen: Deventer, Zutphen, Zwolle, Kampen, Hasselt und Hattem. So ist Deventer bekannt für seinen traditionellen niederländischen Frühstückskuchen, den „koek“. Und in Zwolle können Besucher sich auf einen Theaterrundgang begeben: Ein Reiseführer im Kostüm eines Hansekaufmanns des 15. Jahrhunderts führt diese durch die historische Altstadt. Unterwegs macht man dabei Bekanntschaft mit dem Stadtwächter und anderen Figuren.

Auch Doesburg ist einen Besuch wert. Der idyllische Ort war einst eine wohlhabende Hansestadt und begeistert mit einem gut erhaltenen alten Stadtkern und einigen kleinen Themenmuseen. Besonders beliebt ist das Senfmuseum, das von Rokus und Corry van Blokland in der alten „Mosterdfabriek“ geführt wird. Sie pflegen noch das alte Handwerk der Senfherstellung – heute mit Unterstützung von Maschinen. Dabei erzählen sie kleine Anekdoten rund um die leckere Würze. Besucher können nicht nur bei der Herstellung der gelbbraunen Paste zusehen, sondern auch die stattliche Sammlung alter Senfmühlen, Abfüllgeräte, Werkzeuge und Vorratstöpfe bestaunen. Eine schöne Erinnerung an die Zeit, in der der „mosterd“ jahrhundertelang auf den Feldern rund um das Städtchen angebaut wurde.

Weitere Informationen: www.niederlande.de/grenzregion; www.hanzesteden.info



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