5. Februar 2008, Frankreich

Tulpenfestival in der Normandie

Das Château Vendeuvre, ca. 40 Autominuten von Caen entfernt, wurde in den Jahren 1750 – 1752 erbaut. Barocke Wasserspiele im Schlosspark und eine kuriose Sammlung von Miniaturmöbeln machten es bekannt. Das diesjährige Tulpenfestival im April, schon im dritten Jahr in Folge, verspricht nicht nur Gartenliebhaber in seinen Bann zu ziehen. Lage der Normandie in FrankreichDie Vendeuvres sind eines der ältesten Adelsgeschlechter der Normandie. Alexandre de Vendeuvre ließ sich 1750 ein sogenanntes „Landhaus“, „une maison des champs“, erbauen – ganz dem Geist seiner Zeit entsprechend. Beauftragt wurde der berühmte Architekt Blondel. Dieser machte seinem Ruf alle Ehre: Natur und Architektur sind in völliger Harmonie, Räume und Möbel sind raffiniert aufeinander abgestimmt. Da die Familie Vendeuvre das Schloss immer noch bewohnt, sind die Räume und das Mobiliar bestens erhalten.

Das Château ist von einem großen Park umgeben, einem „Garten“ wie der Graf de Vendeuvre sagt, wenn er Besucher führt. Barocke Wasserspiele, Wasserfälle, Teiche und Fontänen sind die Besonderheiten dieser Parkanlage. Seit dem Sommer 2007 können die Besucher auch den neu angelegten exotischen Garten genießen. Umgeben von schützenden Mauern gedeihen hier an die 150 exotischen Pflanzenarten. Bereits im 18. Jahrhundert umschloss dieses Gemäuer den ehemaligen Sonnengarten.

Zur Zeit des Tulpenfestivals im Monat April erblühen 30.000 Tulpenzwiebeln, die dann den Park in ein unendlich erscheinendes Blumen- und Farbenmeer verwandeln. Je nach Witterung setzt die Blüte früher oder etwas später ein. Neben den unzähligen Tulpen blühen zu dieser Zeit ebenfalls noch Osterglocken und Narzissen. Auf den Informationsschildchen finden sich ebenfalls deutschsprachige Erklärungen.

Eine weitere Kuriosität des Schlosses ist die Sammlung von Möbeln für Hunde und Katzen: „Häuser“ für Jagdhunde, Sofas für Schoßhunde, Sessel und Himmelbetten für Katzen… Bewundernswert, der Einfallsreichtum und das Können der Künstler und Handwerker des 18. Jahrhunderts. Beides zeigt sich außerdem in der außergewöhnlichen Sammlung von Miniaturmöbeln, die in der Orangerie ausgestellt sind. Es handelt sich nicht nur um Puppenstuben und Spielzeug, sondern vor allem um Modelle sowie „Gesellen-“ und „Meisterstücke“. Es ist die eigene Sammlung der heutigen Gräfin von Vendeuvre. Darüber hinaus können auch das Schloss sowie die Schlossküche aus dem 17. Jahrhundert besichtigt werden.

Öffnungszeiten:
April: Täglich 14-18 Uhr
Mai – Juni: 11-18 Uhr
Juli – August: 11-18:30 Uhr
September: 11-18 Uhr
Oktober: Nur sonntags und an Feiertagen von 14-18 Uhr

Eintrittspreise ab: 6,90 €



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