13. Februar 2008, Gran Canaria

Bergsteigen und Klettern auf Gran Canaria

Im Bereich der Gipfelbesteigung verdient vor allem der Roque Nublo, das natürliche Wahrzeichen von Gran Canaria, besondere Erwähnung. Für die Felsnadel aus verschiedenen Basaltkonglomeraten gibt es zwölf verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Hier begannen auch die ersten Bergsteiger der Insel, ihre Kräfte an den Felsen zu messen. Weitere Felsen im Gipfelbereich der Insel sind der Palmés in Toscón de Tejeda, der Betancuria in Ayacata und der Narices am Fuß der Nordwand des Roque Bentayga. Die Besteigung dieses Felsen unterliegt auf Grund von archäologischen Funden bestimmten Beschränkungen.In der Nähe des Roque Nublo befindet sich der so genannte „Felsenzirkus von Ayacata“. Mit seinen zahlreichen, unterschiedlich langen und schwierigen Felswänden gilt er als „Heiligtum“ der ersten Bergsteiger der Insel. Die Felswände El Pino und El Aserrador zählen zu den höchsten Formationen aus Basaltkonglomerat der Insel. Im Nordwesten, auf mehr als 1000 m über dem Meer, liegt Tamadaba, ein altes Gebirgsmassiv, das mit Kiefernwäldern bewachsen ist und von steil abfallenden Felswänden begrenzt wird. Weiter oben auf den alten Lavafeldern trifft man in den Bereichen Lomo Caballo, Supernova, La Perfumería und El Gulich, wo sich auch die bekannte Felswand Emiliano Zapata befindet, vor allem auf einheimische Bergsteiger.

Auch im Süden der Insel findet man in den steilen Schluchten zahlreiche Steilwände, die auf Grund der Erosion entstanden sind. Sie sind neuerdings ein beliebtes Ziel für Bergsteiger und Wettkampfkletterer. Besondere Erwähnung verdienen La Sorrueda in der Schlucht von Tirajana, und Fatagonia in der benachbarten Schlucht von Fataga. Erst seit kurzem wird dieser Sport auch in den Schluchten von Berriel und Ayaguares, in denen die Gesteinsqualität ausgezeichnet ist, ausgeübt. Allgemein wird empfohlen, sich im vorab über die verschiedenen Klettergebiete bei der Federación Canaria de Montañismo y Escalada zu informieren oder die Begleitung eines örtlichen Bergsteigers in Anspruch zu nehmen.



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