28. Februar 2008, Flughafen Düsseldorf

Düsseldorf International investiert rund 300 Millionen Euro in die Zukunft

Der Flughafen Düsseldorf International baut seine Infrastruktur im Hinblick auf die zusätzliche Drehkreuzfunktion weiter aus. „Düsseldorf hat sich zu einem der interessantesten Flughafenstandorte in Deutschland entwickelt. Nach Frankfurt und München ist Düsseldorf der einzige Airport, an dem nennenswerter Interkontinentalverkehr stattfindet. Mittelfristig wird sich der Anteil des Langstreckenverkehrs von heute zehn auf zwanzig Prozent verdoppeln“, betont Christoph Blume, Sprecher der Geschäftsführung des Flughafens. Vor allem die Air Berlin-Gruppe und die Lufthansa setzen auf NRWs größten Flughafen. „Dass der Airport verstärkt Drehkreuzfunktionen wahrnimmt, eröffnet uns neue Perspektiven. Daher haben wir ein Investitionsprogramm in Höhe von rund 300 Millionen Euro aufgelegt, um den Flughafen in den nächsten drei Jahren für die Zukunft als Drehkreuz zu rüsten.“ Rund 200 Millionen Euro fließen in die Erweiterung der Infrastruktur des Airports, etwa 100 Millionen Euro sind für den Ausbau des Non-Aviation-Bereichs geplant.

Die Zeichen stehen in Düsseldorf auf Wachstum. „Wir sind der wichtigste Airport im bedeutendsten deutschen Wirtschaftsraum. Der zunehmende Interkontinentalverkehr und das nach wie vor wachsende Streckennetz der etablierten nationalen und weltweit tätigen Netzfluggesellschaften stützen diese Funktion“, sagt Blume. So baut die Air Berlin-Gruppe ihr Engagement in Düsseldorf aus und nutzt den Airport als ihr Langstreckendrehkreuz mit neuen Flügen nach Peking und Shanghai. Air Berlin setzt damit auf einen weiteren Ausbau der USA- und Asien-Verbindungen. Auch Lufthansa führt ihre Angebotsoffensive in Düsseldorf mit Interkontinentalverbindungen nach Toronto, Miami, New York und Chicago fort. Weitere prominente Beispiele für diese Entwicklung sind Flugverbindungen, die wichtige internationale Drehkreuze bedienen: zum Beispiel der Atlanta-Dienst von Delta Air Lines, die zwei täglichen Emirates-Flügen nach Dubai oder das Angebot von Northwest Airlines nach Detroit.

„Wir wollen der Flughafen mit den kürzesten und komfortabelsten Umsteigemöglichkeiten sein. Unseren Airport werden wir so ergänzen, dass die Drehkreuz-Funktionen gemeinsam mit den Airlines optimal umgesetzt werden. Unsere Ausgangsposition dafür ist hervorragend“, so Blume. Beispielsweise garantiert der „Flughafen der kurzen Wege“ seinen Passagieren kürzeste Umsteigezeiten von 35 Minuten.

„Die geplanten Maßnahmen beziehen sich einerseits auf die operative Infrastruktur und andererseits auf erweiterte Angebote für unsere Passagiere im Non-Aviation-Bereich“, so Blume weiter.

Drehkreuz DUS rüstet sich für den zunehmenden Umsteigeverkehr

Mit Blick auf den zunehmenden Umsteigeverkehr und garantierte schnelle Umsteigezeiten hat der Düsseldorfer Flughafen bereits ein neues Terminalkonzept umgesetzt. Der Flugsteig C wird ausschließlich für den Non-EU-Verkehr genutzt, der Flugsteig B vorwiegend für die Schengen-Abfertigung. Für die Umsteiger wird ein Transfergang zwischen den Flugsteigen B und C gebaut. Darüber hinaus sind verschiedene Umbaumaßnahmen zur optimalen Passagierführung in den Flugsteigen notwendig. Geplant sind zum Beispiel eine Erweiterung der Pass- und Sicherheitskontrollstellen in den Flugsteigen B und C sowie die Schaffung neuer Warteflächen. Ebenso werden neue Lounge-Bereiche im Flugsteig C errichtet. Die Fluggesellschaft Emirates wird ihren Kunden künftig einen eigenen Loungebereich anbieten. Auch die Air Berlin baut ihre Lounge, die neben der neuen OpenSky-Lounge des Airports liegt, aus. Damit verfügt Düsseldorf International dann insgesamt über acht Lounges. Im Flugsteig A wird mit Blick auf den zunehmenden Umsteigerverkehr ein neuer Ankunftsgang inklusive Sicherheits- und Passkontrollstellen gebaut. Dadurch wird auch für die Transferpassagiere im Flugsteig A ein schneller und komfortabler Umsteigeverkehr möglich. In das neue Terminalkonzept werden zurzeit 31 Millionen Euro investiert.

Neuer Gepäckspeicher erhöht Kapazität der Sortieranlagen

Aber nicht nur die Terminals werden aufgewertet. Mit Blick auf seine Drehkreuzfunktionen wird der Flughafen darüber hinaus eine zentrale Kontrolleinheit mit Gepäckspeicher für insgesamt 3.000 Gepäckstücke bauen, um die Kapazitäten insbesondere für das Transfergepäck zu steigern. In die Gepäckfördertechnik werden etwa 48 Millionen Euro investiert.

Airlines bauen Drehkreuz Düsseldorf als Wartungsschwerpunkt aus

Dass die Airlines ihre Zukunft in Düsseldorf sehen, zeigt der Bau zusätzlicher Flugzeughallen. So wird Air Berlin seine Langstreckenflieger in Düsseldorf konzentrieren und ihren Technikstandort ausbauen. In der neuen Flugzeughalle 7 mit circa 20.000 Quadratmetern Hallenfläche wird Raum für drei Großflugzeuge entstehen. Auch Lufthansa wird in Düsseldorf drei Langstrecken-Flugzeuge des Typs Airbus 340-300 stationieren und plant den Ausbau ihrer Hallenkapazitäten mit einer neuen Wartungshalle 11 neben der alten Fracht. Zudem werden die Abstellpositionen im Vorfeld West und Ost erweitert. Für diese Maßnahmen werden etwa 135 Millionen Euro investiert.

Konsequenter Ausbau des Non-Aviation-Bereichs

Entsprechend dem Bedeutungszuwachs des Düsseldorfer Flughafens als Drehkreuz werden auch die Einzelhandelsangebote deutlich erweitert. So wird das Shopping- und Gastronomieangebot in den Flugsteigen auf das neue Nutzungskonzept zugeschnitten. Schon jetzt setzt Düsseldorf International Maßstäbe im attraktiven Branchenmix von Gastronomie und Einzelhandel. Im Flugsteig C wird der Duty-Free-Bereich erweitert. Blume: „Mit innovativen Shopkonzepten, neuen Gastronomie-Ideen und optimierten Verkaufsflächen werden wir unserer wachsenden Kundschaft auch zukünftig eine hohe Aufenthaltsqualität am Flughafen bieten.“

Parkplatzkapazitäten werden Passagierwachstum angepasst

Die wachsenden Business- und Interkontverkehre des Drehkreuzes Düsseldorf bringen zusätzliche Passagiere in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt. Durch ein neues Mietwagenzentrum und ein angrenzendes Terminal-Parkhaus P7 wird das Parkplatz-Angebot daher noch in diesem Jahr um mehr als 5.000 Stellflächen erweitert. Darüber hinaus wird ein neues Parkhaus für Langzeit-Parker neben dem heutigen P4 errichtet, um auch den Passagieren mit höherer Verweildauer zukünftig erstklassigen Komfort bieten zu können. Die Investitionshöhe für diese Maßnahmen liegt bei etwa 76 Millionen Euro. Insgesamt wird der Flughafen dann über rund 25.000 Parkplätze verfügen. (Flughafen Düsseldorf Medienservice)



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