2. März 2008, Ecuador

Nachhaltiger Tourismus an Ecuadors Küste

Ecuador als Reiseland hat in den letzten Jahren sehr stark an Attraktivität gewonnen. Aber nicht nur die Naturschönheiten, wie die Anden, die Dschungelgebiete oder die Galápagos Inseln werden von immer mehr Touristen entdeckt. Auch die Strände stellen ein beliebtes Reiseziel für ausländische und einheimische Touristen dar. So wird nachhaltiger Tourismus auch dort ein großes Thema wie überall im Land.

Gerade an Feiertagen füllen sich die Badeorte. An einem Tag findet man beispielsweise an den Stränden von Salinas oder Playas über 100.000 Touristen. Dabei gibt es allerdings eine Richtlinie, wonach sich pro zwei Kilometer Strand nicht mehr als 3.000 Personen aufhalten sollten, um so das Gleichgewicht des Ökosystems und damit Flora und Fauna zu schützen. Diese Richtlinien werden zur Zeit noch nicht erfüllt, aber mehrere Badeorte der ecuadorianischen Pazifikküste, darunter auch die Surferparadiese Montañita und Canoa, bewerben sich derzeit für die internationale Auszeichnung „Blaue Flagge“, auch um den oben genannten Richtlinien gerecht zu werden. Dieses Zertifikat wird an Strände verliehen, die einen hohen Qualitätsstandard in Bezug auf Sicherheit und Sauberkeit aufweisen. Um die strengen Auflagen für die Qualitätszertifikate zu erfüllen, muss Ecuador rund 170.000 USD investieren.

Zu den Maßnahmen zählen u.a. ordnungsgemäße Müllbeseitigung und Förderung von Kleinbetrieben in dieser Region sowie regulierter und kontrollierter Busverkehr, damit die Badeorte nicht überfüllt sind. Größte Beliebtheit genießen zur Zeit die ökologischen Hostelerias entlang der Strände, die die Besucher für einen sanften Tourismus begeistern wollen. Ebenfalls verfügt Ecuadors Küste über den einmaligen Nationalpark Machalilla. Auf einer Fläche von 55.000 ha befinden sich drei Vegetationszonen: der tropische Trockenurwald, der feuchttropische Regenwald und die maritime Zone um die „Isla de la Plata“, die oft mit den Galápagos-Inseln verglichen wird. Ein Teil des Nationalparks bildet auch das kleine Dörfchen Agua Blanca. In diesem weit verstreuten Örtchen leben ca. 43 Familien weitgehend autark. Die Bewohner der Kommune sind sehr bemüht, die ursprünglichen Traditionen zu bewahren und gleichzeitig diese auch an die Besucher zu vermitteln. Des Weiteren gehört auch „Los Frailes“, einer der wohl schönsten Strände Ecuadors, zu diesem Nationalpark und wird somit geschützt vor negativen Einflüssen. (Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika)



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