9. März 2008, Deutschland

ADAC: Deutsche wollen mehr Geld für Urlaub ausgeben

Weg von der Sparbremse: Viele Deutsche wollen mehr Urlaub machen und weniger sparen. Fast jeder zweite Urlauber ist bereit, in diesem Jahr mehr Geld für den Haupturlaub auszugeben als bisher. Dies ist das Ergebnis des aktuellen ADAC-Reisemonitors 2008, einer Umfrage unter 4 000 ADAC-Mitgliedern. Danach ist mit steigenden Urlauberzahlen und wachsenden pro-Kopf-Ausgaben pro Reise zu rechnen.

Knapp 70 Prozent der Deutschen planen demnach einen längeren Urlaub. Das ist seit 2004 erstmals wieder eine positive Entwicklung und gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von rund 2,8 Prozent. Im Jahr 2007 haben die deutschen Urlauber insgesamt 52 Milliarden Euro für private Reisen ins Ausland ausgegeben. Jeder Einzelne hat sich seinen Urlaub durchschnittlich 1 726 Euro kosten lassen – eine Summe, die unter anderem wegen der Billigflüge im Vergleich der letzten Jahre leicht gesunken ist.

Nach der ADAC-Studie liegen Aktivurlaube klar im Trend. Die klassischen Bade- und Erholungsreisen nehmen immer stärker ab. Mehr als jeder zweite deutsche Urlauber sucht aktive Erholung im Urlaub. Rundreisen, Wellness- Angebote und Städtereisen stehen hier an erster Stelle.

Auch die demographische Entwicklung in Deutschland macht sich beim Reisen bemerkbar. 70 Prozent der älteren Menschen über 65 Jahre planen einen Urlaub, bei den jüngeren Zielgruppen sind es hingegen deutlich weniger. Langfristig wird der Anteil der älteren Reisenden in Deutschland wachsen.

Bei der Urlaubsbuchung ist das Internet weiter auf dem Vormarsch. Nachdem es inzwischen die wichtigste Urlaubsinformationsquelle geworden ist, wird es auch als Buchungsmedium immer interessanter. 38 Prozent der Befragten gaben an, ihre Unterkunft online buchen zu wollen.

Wenig Veränderung gibt es bei der Wahl des Transportmittels. Hier behauptet das Auto mit 51 Prozent aller Reisen auch für 2008 seine Spitzenstellung, gefolgt vom Flugzeug (36,4 Prozent), das sich um 3,8 Prozent verbessern kann. Bus und Bahn stagnieren jeweils bei einem Anteil von weniger als fünf Prozent. (ADAC)



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