27. März 2008, La Réunion

La Réunion kandidiert für UNESCO-Weltnaturerbe

Erst im vergangenen Jahr wurde der Erlass zur Eröffnung des neunten Nationalparks Frankreichs auf der Insel La Réunion unterzeichnet. Am 05 März 2008 feierte nun der Nationalpark von La Réunion bereits sein einjähriges Bestehen.

Es gibt in Frankreich bereits 8 Nationalparks, Réunion ist somit der 9. und, neben dem gegründeten Nationalpark auf Guyana, gehört dieser Nationalpark zu den ersten neugegründeten Nationalparks der letzten 25 Jahre. Etwa 1/3 der Fläche der Insel La Réunion ist von einheimischen Pflanzen bewachsen, von denen viele endemischer Art sind. Der Park erstreckt sich über das Landesinnere auf einer Größe von 1750km² und wird dabei in 2 Zonen aufgeteilt. Die innere Zone (107.000 ha) umfasst das Gebiet des Vulkans, den Talkessel von Mafate, Grand Bassin und der Primärwälder. Die äußere Zone des Nationalparks (68.000 ha) umfasst die ländlichen Höhen, die Talkessel Cilaos und Salazie, sowie die Hochebenen. Im Vordergrund steht hier die Förderung der nachhaltigen Entwicklung, um den Kultur-und Naturraum zu schützen, sowie eine innovative und produktive Region zu schaffen.

Vielleicht kann sogar bereits in Kürze weitergefeiert werden, denn La Réunions Naturpark kandidiert seit dem 09. Januar 2008 für die Aufnahme in die berühmte Liste der UNESCO – Weltnaturerbe. Der Antrag wurde nun offiziell in Paris genehmigt. Man erwartet bereits in Kürze die ersten Experten des Ausschusses auf der Insel, die dann bis spätestens 2009 über den Antrag entscheiden sollen.

Im Mittelpunkt des UNESCO Weltnaturerbes stehen die Bewahrung landschaftlich schöner oder wissenschaftlich interessanter Gebiete sowie der Schutz von Lebensräumen bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Der Erhalt von Naturdenkmälern ist in Zeiten einer stark zunehmenden Weltbevölkerung und der damit verbundenen Ausweitung von Siedlungs- und Agrarflächen sowie des intensiven Rohstoffabbaus und eines alarmierenden Artensterbens eine immer schwierigere und somit immer notwendigere Aufgabe. Nach dem Konzept der UNESCO obliegt die Verantwortung für den Erhalt der schützenswerten Güter nicht den betreffenden Staaten, sondern der Menschheit.

Die Liste des Welterbes umfasste 2007 insgesamt 851 Denkmäler in 141 Staaten. Davon sind 660 Kulturdenkmäler und 166 Naturdenkmäler. Weitere 25 Denkmäler gehören sowohl dem Kultur- als auch dem Naturerbe an.
La Réunion in dieser Liste, zwischen der New-Yorker Freiheitsstatue und der Chinesischen Mauer, wiederzufinden wäre für das kleine französische Überseedepartement ein wahrer Traum. Ein Traum, der noch in diesem Jahr Wirklichkeit werden könnte!



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: