14. Mai 2008, Nationalpark Eifel

Feuer und Flamme für historischen Kohlenmeiler

„Man sollte sehen und weinen! Ein Land, wie die Eifel, wo es nicht an Raum fehlt, wo der Boden zum Theil keinen Werth für die übrige Cultur hat, weil es an Dung und Dungmaterial gebricht, erheben die Berge von allen Seiten ihre nackten Schädel, welche kein Gesträuch deckt, und wo kein Vöglein ein Schattenplätzchen zu seinem Nest findet.“

So beschrieb Johann Nepomuk von Schwerz im Jahre 1816 die Eifeler Landschaft. Gründe für die damalige Verwüstung der Wälder waren die intensive Nutzung der Wälder, beispielsweise durch Köhlerei zur Holzkohlegewinnung, die Gewinnung von Eichenlohe zum Gerben von Leder oder auch die Schweinehaltung im Wald. Den damaligen Waldzustand möchte und wird Gerd Linden wohl nicht wieder erreichen, da hätte sicherlich nicht nur die Nationalparkverwaltung etwas dagegen. Die Köhlerei aber wird der gelernte Forstwirt und Landwirtschaftsmeister wieder aufleben lassen. Am vergangenen Sonntag hat er hierzu in Heimbach-Düttling am Rande des Nationalparks den ersten historischen Eifeler Meiler angezündet. Am Donnerstag, 22. Mai, soll die Holzkohle fertig sein.

Für alle Interessierten findet am Sonntag, 18. Mai, ein buntes Familienfest statt. Zeitgleich veranstalten die benachbarte Wildniswerkstatt Düttling der Nationalparkverwaltung und das barrierefreie, integrative Nationalpark-Gästehaus in Heimbach-Hergarten einen Tag der offenen Tür. Verkauft wird die gewonnene Holzkohle beim diesjährigen Europäischen Tag der Parke am Sonntag, 25. Mai, auf Vogelsang. Sämtliche Infos und Termine unter www.nationalpark-eifel.de. (Nationalpark Eifel)



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