31. Mai 2008, Albanien

Albanien: Entwicklung des Produktionsstandortes

Die albanische Regierung veranstaltet am 10. Juni 2008 eine internationale Konferenz in Tirana zur industriellen Entwicklung Albaniens. Unterstützt wird sie dabei von der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ).

Hauptthema der Konferenz

Schwerpunkt der Konferenz ist die Entwicklung der Industrieparks in Albanien, insbesondere das Projekt des Industrieparks in Durrës (Spitalle).

Teilnehmer

Die Konferenz präsentiert die derzeitigen Entwicklungen der albanischen Industrieparks, insbesondere bezüglich des Projekts in Durrës (Spitalle), die größte und bedeutendste Industriezone Albaniens. 

In der Konferenz bieten sich Perspektiven für Investitions- und Kooperationsmöglichkeiten mit der albanischen Regierung und ausländischen Firmen, die in erster Linie am Management des Industrieparks interessiert sind. Zudem werden andere Industrieprojekte präsentiert.

Unterstützung durch die Investitionsförderagentur AlbInvest

Die Regierung Albaniens hat sich Reformen und die Stärkung des in- und ausländischen Vertrauens in Regierung und Staat zum Ziel gesetzt. Unterstützt wird sie von der Investitionsförderagentur AlbInvest. Die 25 Mitarbeiter sind bestens ausgebildet und der Aufsichtsrat von AlbInvest besteht aus Vertretern der wichtigsten Ministerien (Finanzen, Verkehr und Telekommunikation). Chairman ist der Minister für Wirtschaft, Handel und Energie.

Wichtige Informationen über die Industrieparks in Albanien, insbesondere bezüglich des Industrieparks Durrës (Spitalle) finden sie auf der Internetseite von ALBINVEST: www.albinvest.gov.al

Vorläufiges Programm der Konferenz

1. Teil

Ø Referenten informieren über die albanische Wirtschaftsreform sowie über die Pläne der Regierung Albaniens, ausländische Investoren im eigenen Land zu unterstützen.

· Redner: Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft mit Handlungskompetenz

2. Teil

Ø Genauere Informationen über das Projekt in Durrës werden präsentiert. Zudem unterstützt die Organisation der Konferenz Anfragen internationaler Unternehmen bezüglich spezieller Gesprächsrunden mit albanischen Ministern aus Wirtschaft, Handel, Energie, Finanzen, Transport, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Telekommunikation.

· Redner: Hohe Repräsentanten aus dem Ministerium für Wirtschaft, Handel und Energie sowie Vertreter für technische Fragen des Projekts

Ø Kontaktpersonen:
Für logistische Fragen:

Viola Puci, Albanian Business and Investment Agency;
e-mail: viola.puci@albinvest.gov.al

Für weitere Informationen:

Ojana Ibrahimi: Ministry of Economy, Trade and Energy;

e-mail: oibrahimi@mete.gov.al

3. Teil

Ø Im Anschluss an die Konferenz findet eine Besichtigung des Industrieparks Durrës (Spitalle) statt.

Die gegenwärtige Situation der albanischen Wirtschaft

Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes hat in letzter Zeit an Dynamik gewonnen. Der ökonomische Anstieg betrug im letzten Jahr sechs Prozent. Die verbesserte Effizienz, großes Wachstum in der Industrie sowie im Export und die Steigung von Fremdinvestitionen unterstützten die positive Entwicklung. Auch die Inflationsrate blieb im letzten Jahr bei drei Prozent. Das Wachstum resultiert zudem aus einer Verbesserung der Infrastruktur, technologischen Innovationen in den verschiedenen Sektoren und darüber hinaus in dem Leistungsvermögen der Arbeitskräfte. Albaniens Arbeitslosenquote betrug im Jahr 2007 noch 13,2 Prozent, was allerdings im Vergleich zu 2006 ein Rückgang von 0,6 Prozent bedeutet.

Albanien entwickelte ein investorenfreundliches System das in bester internationaler Zusammenarbeit entstanden ist. Darin sind die Bedingungen und Regeln für eine liberale Wirtschaft schriftlich festgelegt. Dadurch erhielt Albanien einen wirtschaftlichen Auftrieb. Die Wachstumszahlen sind stabil. In der Vergangenheit stiegen sie im Jahr 2002 von 4,2% auf 5,8% im Jahr 2005. Nach einem geringen Rückfall auf 5,5% 2006 stiegen sie 2007 wieder enorm auf 6,3%.

Handelsdefizit und Leistungsbilanzdefizit sind Schwierigkeiten, die die albanische Regierung derzeit in Angriff nimmt, mit dem Hinblick auf einen zukünftigen EU-Beitritt.

Die Kosten für Grundstücke und Arbeitskräfte in Albanien sind gering. Auch die rechtlichen Beschränkungen sind in vielen Fällen niedrig oder ganz beseitigt. Das Gesetz für das Freihandelsrecht regelt seit dem 9. Juli 2007 das Management der Wirtschaftszonen und Industrieparks im Hinblick auf die Entwicklung und Förderung. Das Gesetz zum Bewilligungsrecht wurde 2006 vom albanischen Parlament anerkannt, um die Rahmenbedingungen der Förderung und des Handels zu erleichtern. Dieser Fakt trifft insbesondere auf den EU-Markt zu. Albanien grenzt an Griechenland und mit dem adriatischen Meer an Italien. Zudem besitzt Albanien Freihandelsverträge mit den anderen Balkanstaaten, um einen freien Handel in der gesamten Region zu gewährleisten.

Bislang sind in Albanien über 1.000 Firmen in Besitz von ausländischen Eigentümern, beispielsweise aus Griechenland, Italien, Deutschland, Österreich, Türkei, Bulgarien, England oder USA. Die ausländischen Direktinvestitionen erreichten 460 Millionen Euro im Jahr 2007.

Positiv auf die Wirtschaft wirkt sich die Förderung des Landes durch Privatbanken aus. Einige der bekanntesten Internationalen Bankhäuser sind in Albanien präsent, wie die Raiffeisen International, Société Générale oder San Paolo IMI. Zudem bietet Albanien einen nicht unbeträchtlichen Betrag an natürlichen Ressourcen. Beispielsweise Öl, Gas, Kohle, Eisen, Kupfer, Chrom oder hydroelektrisches Energiepotential. Die Wachstumsrate für den Export lag im Jahr 2007 bei 27 Prozent und blieb damit im Vergleich zum Vorjahr fix.

Das hohe Wachstum, die politische Stabilität und die innere Sicherheit machen Albanien zu einem attraktiven Ziel für Investoren und die Lebensqualität Tiranas trägt zum guten Investitionsklima bei.

Hintergrundinformation zum Industriepark Durrës

Der Industriepark bietet mit einer Größe von 850 Hektar und der Nähe zu Tirana für internationale Firmen lukrative Investmentchancen. Durrës ist die zweitgrößte Stadt Albaniens und weist eine ideale geographische Lage auf. Nicht nur der Highwayanschluss an alle albanischen Städte sowie Bahnverbindungen zeugen von einer guten Ausgangsbasis sondern auch die vierstündige Fährverbindung nach Italien. Zudem liegt der Mother Theresa International Airport nahe der Industriezone. Fünfzig Prozent der albanischen Bevölkerung wohnen in Tirana und Durrës. Das Gebiet umfasst die größte Anzahl an qualifizierten Arbeitskräften Albaniens, die darüber hinaus über multilinguale Sprachkenntnisse verfügen.

Um den Export des Landes zu stärken und damit das Leistungsbilanzdefizit zu reduzieren, wird der Industriepark nahe Durrës (Durres Industrial Park „DIP“) in einer öffentlich-privaten Partnerschaft (Public Private Partnership PPP) realisiert.

Die Lage ist strategisch gut gewählt und folgende wichtige Punkte sind für den Industriepark Durrës zutreffend:

· Der Industriepark liegt im geplanten Corridor VIII. Dass heißt, in Zukunft wird von Durrës Anschluss an eine langfristig geplante, wichtige Verkehrsachse bestehen, die sich von Süditalien bis nach Varna am Schwarzen Meer zieht und von der Europäischen Union unterstützt wird

· Ein neuer Hafen in Durrës wird nördlich des bestehenden Hafens geplant, der für gewerbliche und industrielle Zwecke bestimmt ist. Dadurch soll die derzeitige Kapazität von 10.000 Tonnen voraussichtlich verdoppelt werden

· Ein neuer Highway wird den Hafen von Durrës mit Prestina, der Hauptstadt des Kosovos, verbinden

· Der Flughafen Tirana ist nur 30 Kilometer von Durrës entfernt

· Am Durrës Industriepark angrenzend ist ein neuer Energiepark geplant

· Durrës ist wichtig für die Verbindung nach Italien. Exportorientierte Produktionsfirmen (nach Westeuropa Russland und den Balkanstaaten) finden die Lage Durrës ebenso attraktiv wie Logistikunternehmen

Aus Sicht der Ingenieure ist die Lage des Industrieparks gut:

· Die Straßenverbindung der Region ist passend für die allgemeine Entwicklung

· Eine Transformator-Station für die lokale Elektrizität ist im Industriepark angebracht

· In Planung ist die Verbesserung der Wasserversorgung in Durrës

· Eine zentrale Abwasserbeseitigungsanlage ist am südöstlichen Ende des Parks in Bau, finanziert von der Weltbank

Die Regierung Albaniens hat ebenfalls geplant, den Industriepark Durrës in ein urbanes Entwicklungskonzept mit einzubeziehen.

Spezifisches zum Projekt Durrës

· Der Industriepark wird als PPP entwickelt, in einer stufenweisen Annäherung: Die „erste Phase der Entwicklung“ wird 106 Hektar einführen, später in drei weiteren Phasen 34,5; 29,1 und 42 Hektar

· Die Prognose der aktuellen Kurse deutet an, dass die erste Entwicklung des Parks eine Mischung aus kleinen, mittleren und großen Landparzellen sein und die verschiedenen Industrien mit ihren Bedürfnissen versorgen wird

· Der Investor wird die Entwicklung des Industrieparks finanzieren und ihm wird die ungestörte Nutzung zuteil. Die Unterstützung erfolgt durch den Kauf von Landparzellen und das Recht, Verwaltungsgebühren von Nutzern zu kassieren

· Das Projekt bezieht sich auf das Design, die Konstruktion, das Management, die Erhaltung und die endgültige Rückgabe des Industrieparks Durrës

· Bei einer Zweiphasen-Ausschreibung werden der finale Lageplan und das Design von der Regierung Albaniens festgelegt. Der Gewinner der Ausschreibung wird dazu eingeladen, bei den Verhandlungen und der Umsetzung der Genehmigungsstelle dabei zu sein

Ökonomisches

· Die Finanzierungen des Projekts ermöglichen ein großes Investmentvolumen, welches in einem angemessenen Zeitrahmen erstattet werden kann. Das Investitionsrisiko wird auf das Minimum reduziert.

Weitere Informationen über das Projekt in Durrës finden Sie auf der Internetseite von ALBINVEST unter der Rubrik Events: www.albinvest.gov.al. (C & C)



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