13. Juli 2008, Reisereportagen

Koloniale Architektur und Traumstrände in Brasilien

Der im tropischen Nordosten gelegene Bundesstaat Pernambuco ist eines der beliebtesten Reiseziele Brasiliens. Das haben auch Investoren aus dem Ausland erkannt und planen den Bau neuer Hotelanlagen, Golfplätze sowie Öko-Ressorts in der Region, die sich sowohl touristisch als auch wirtschaftlich positiv entwickelt. Jährlich begeistern sich 3,5 Millionen Touristen für die Traumstrände entlang der 187 Kilometer langen Küste Pernambucos sowie für die koloniale Architektur Olindas, für die Hauptstadt Recife oder für die Inselgruppe Fernando de Noronha. Pernambuco hat alles, was einen Traumurlaub ausmacht.

Recife und Olinda: Sandstrände und Weltkulturerbe
Portugiesen und Niederländer haben während der Kolonialzeit die Architektur der Bundeshauptstadt Recife, des bedeutendsten Handelshafens der Region geprägt. Recife erstreckt sich über drei Inseln und besitzt aufgrund der vielen historischen Bauten sowie seiner 39 Brücken und 50 Kanäle ein besonders reizvolles Stadtbild. Die Stadt mit den vielen schönen Sandstränden verdankt ihren Namen den vorgelagerten Riffs an der Küste. Nur 7 Kilometer nordöstlich von Recife liegt Olinda. Aufgrund ihrer Bedeutung während der Zucker-Ära zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die von den Portugiesen im 16. Jahrhundert gründete Stadt während der brasilianischen Kolonialzeit Ziel großer ausländischer Invasionen. Das harmonische Gleichgewicht zwischen den schmalen Gassen aus Kopfsteinpflaster, Barockkirchen, kleinen Kapellen, bunten Häusern und Gärten vermittelt der Stadt einen verspielten Charme. 1982 hat die UNESCO Olinda zum Weltkulturerbe ernannt. Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist die älteste Kirche von Pernambuco, Igreja da Sé (1537). Sie bietet an der höchsten Stelle von Olinda einen traumhaften Ausblick über die Altstadt, das Meer und Recife. In beiden Städten hat der Karneval eine ganz besondere Bedeutung: Hier entstand der Frevo-Tanz, einer der lebhaftesten Rhythmen Brasiliens. Eine Woche lang ziehen die Einwohner in ihren Kostümen durch die Straßen, um neben Riesenpuppen ausgelassen zu tanzen.

Fernando de Noronha, Illha de Itamaracá und Porto de Galinhas: Inseln und Badeorte
Fernando de Noronha ist ein Archipel vulkanischen Ursprungs mit 21 Inseln und türkisfarbenem Wasser – ein wahres Urlaubsparadies, ob zum Erkunden des reichen Meereslebens, zum Sonnenbaden an fast menschenleeren Stränden oder zum Surfen. Ein weiteres Highlight der Inselgruppe ist die Baia dos Golfjinhos, die „Delphinbucht“. Zwar darf man dort nicht baden, aber von einem Aussichtspunkt aus erfreuen sich Besucher der Bucht an Hunderten von Delphinen und deren Kunststücken.

Die vielen palmengesäumten Sandstrände der Insel Itamaracá sind Hauptanziehungspunkt für Besucher der Insel. Die Einwohner behaupten, dass Adam und Eva an diesem himmlischen Ort, der etwa 50 Kilometer von Recife entfernt liegt, Urlaub gemacht haben sollen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die imposante von den Niederländern erbaute Festung Fort Orange, die als Stützpunkt für Schlachten gegen die Portugiesen diente.

Porto de Galinhas ist einer der bekanntesten Strände von Pernambuco. Der lange Sandstrand ist von Palmen, Mangroven und Cashewbäumen gesäumt. Mit typisch brasilianischen Floßen segeln Urlauber zu den natürlichen Schwimmbecken zwischen den Riffen, um beim Schnorcheln bunt schillernde Fische zu beobachten. Das Dorf Porto de Galinhas mit seinen bunten Häusern und vielen Restaurants ist immer gut besucht und bietet Touristen mit sechs Ressorts, 13 Hotels und mehr als 200 Gasthäusern eine Auswahl an hervorragenden Unterkünften.

Nicht nur die Küste von Pernambuco ist ein attraktives Urlaubsziel, auch im Inland wartet der Bundesstaat mit vielen Sehenswürdigkeiten auf. Dazu gehören der Markt von Caruaru, der größte Handwerksmarkt Lateinamerikas sowie das Vale do São Francisco, wo jährlich 8 Millionen Liter Wein produziert werden. Inzwischen haben nationale und internationale Firmen das touristische Potenzial der Region erkannt und investieren in den Bundesstaat durch den Bau von Öko-Ressorts, Hotels mit Golfanlagen und Kongresszentren. Wirtschaftlich entwickelt sich die Region ebenfalls: Seit 2000 beheimatet Recife das Porto Digital, eines der wichtigsten Zentren für Technologie und Computer Lateinamerikas. Das Zentrum wurde mit dem Ziel Pernambuco im Technologie-Bereich international zu etablieren, ins Leben gerufen. Zudem wählen viele große internationale Unternehmen Pernambuco als neuen Standort. Der wachsende Tourismus- und Wirtschaftssektor machen Pernambuco zu einer aufstrebenden Region, die für Investoren immer attraktiver wird. (Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika)



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