14. Juli 2008, Deutschland

Tourismus nach Deutschland wächst über Europaniveau

Nach Angaben des UNWTO World Tourism Barometer sind die internationalen Ankünfte in Deutschland von Januar bis April 2008 mit einem Plus von 5,1 Prozent deutlich stärker gestiegen als die Reisen nach Europa (plus 2,3 Prozent) und haben auf Weltniveau (plus 5 Prozent) zugenommen. „Die Zahlen zeigen die hohe Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Tourismuswirtschaft, die sich auf einem immer härter werdenden weltweiten Markt exzellent behauptet“, bewertet Ernst Hinsken, Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus, die Studie.

Die hohe internationale Nachfrage nach Deutschlandreisen spüren die deutschen Hotels und Pensionen deutlich: Für April verkündet das Statistische Bundesamt ein Plus von 3,2 Prozent, im Mai steigerten sich die Zahlen nach den vorläufigen Ergebnissen sogar um neun Prozent auf
5,1 Millionen Ausländerübernachtungen in Beherbergungsbetrieben mit mehr als neun Betten und auf Campingplätzen. Damit wuchs der Incoming-Tourismus nach Deutschland in den ersten fünf Monaten des Jahres um sechs Prozent auf 19,9 Millionen Übernachtungen.

Besonders die Besucher aus den Niederlanden – wichtigster Auslandsquellmarkt für den Deutschland-Tourismus – trugen mit einem Plus von 9,5 Prozent zu den guten Ergebnissen im April bei. „Hier spiegelt sich auch die erfolgreiche Winterkampagne der DZT Niederlande, die seit Ende 2007 verstärkt für Deutschland als Winterreiseziel wirbt und Angebote zusätzlich zu den traditionellen Schneeferien präsentiert“, erklärt Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). Erfreulich entwickeln sich auch die Zahlen der skandinavischen Urlauber: Die Übernachtungen aus Dänemark weisen ein Plus von 9,5 Prozent in den ersten vier Monaten auf, Norwegen folgt mit einem siebenprozentigen Zuwachs.

Auch bei den entfernteren Nachbarn erfreut sich das Reiseland Deutschland weiter hoher Beliebtheit. Trotz der gestiegenen Flugpreise und des starken Euros bleiben die Übernachtungszahlen aus den USA stabil. Japanische Reisende verbrachten im April rund 90.000 Nächte in Deutschland, 4,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der am stärksten wachsende Auslandsmarkt ist Indien: Hier verzeichnen die Statistiker ein Plus von 43,6 Prozent im April.

Unter den deutschen Reisezielen konnte Hessen im April 2008 mit einem Plus von 27 Prozent besonders punkten. Eine große Rolle dürfte dabei der Messestandort Frankfurt spielen. Fünf internationale Messen fanden allein im April in Frankfurt statt, darunter die Fachmesse der Tagungswirtschaft IMEX 2008. Nach einer von der DZT mit ihren Partnern initiierten Studie, dem Meeting- & EventBarometer 2008, ist im vergangenen Jahr die Nachfrage nach Deutschland als Tagungsdestination um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. (DZT)



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