24. Juli 2008, China

Macaus Götterstatuen immateriales Kulturerbe

Die Altstadt Macaus schützt bereits seit 2005 der Status UNESCO Weltkulturerbe. Nun kann die Boomtown Asiens auch ein „Immaterielles Kulturerbe“ vorweisen. Dieser Titel würdigt außergewöhnliche Kulturleistungen, beispielsweise Musik, Sprache, Bräuche oder Handwerkstechniken. Auf der nationalen Liste der Volksrepublik China stehen nun die hölzernen Götterstatuen, die in Macau ursprünglich als Schutzheilige der Fischer und Seeleute hergestellt wurden. Dieses Schnitz-Handwerk hat eine Jahrhundertealte Tradition. Einst lief kein Fischerboot ohne seine Statue an Bord aus. Damals lebte rund ein Drittel der Bevölkerung vom Fischfang. Heute hat dieser Wirtschaftszweig in Macau an Bedeutung verloren – die Figuren gibt es weiterhin und werden in zwei Werkstätten hergestellt. Statuen dieser Art sind einzigartig, und spiegeln wider, dass Macau schon immer ein Treffpunkt der Kulturen war. So haben Schnitztechniken aus Ningbo, Japan und Taiwan die ersten Kunsthandwerker beeinflusst.

Um Besuchern das Kulturerbe näher zu bringen, haben die Verantwortlichen dafür im Macau Museum einen eigenen Bereich eingerichtet. Über Jahre haben sie in enger Zusammenarbeit mit den Schnitzern Informationen gesammelt. Auch verschiedene Götterstatuen sind zu sehen.

Ein weiterer Antrag läuft: Auch Padua soll als Immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet werden. Diese ursprüngliche Sprache Macaus verbindet Elemente aus Portugiesisch, Malaiisch, Chinesisch und Kreolisch. (noble kommunikation)



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