7. August 2008, Niederlande

Tropischer Regenwald in Burgers’ Zoo

Liebhaber exotischer Pflanzen und Tiere müssen keine weite Reise unternehmen, um auf Expedition durch einen tropischen Regenwald gehen zu können: im niederländischen Arnheim durchwandern sie im Burgers‘ Zoo den „Bush“, einen überdachten Urwald, der bei seiner Eröffnung 1988 eine Weltneuheit darstellte.

Mit dem Bush haben die Macher des beliebten Burgers‘ Zoo, der in diesem Jahr sein 95-jähriges Bestehen feiert, auf eineinhalb Hektar ein einzigartiges Ökosystem geschaffen, in dem fast das ganze Jahr Pflanzen blühen und Tiere in großer Freiheit leben. Um das Klima zu simulieren, fallen hier pro Jahr mindestens 2200 Millimeter Regen – immer nachts übrigens, damit die Besucher tagsüber nicht durchnässt werden. Auch sorgen Warmluftgebläse für eine gleichmäßige Erwärmung.

Im Bush gedeihen drei Waldtypen: der mit jungen Gewächsen bestückte Pionierwald, der Sekundärwald mit seinen höheren, Schatten spendenden Gehölzen und der Primärwald mit teilweise jahrhundertalten, sehr hohen Bäumen. Außerdem finden sich im Bush viele andere Pflanzentypen wie Palmen, Lianen, Kletterpflanzen und Epiphyten (beispielsweise Orchideen, die auf oder an Bäumen wachsen).

Langsam und vorsichtig sollten sich Besucher auf den schön angelegten Wegen durch den Bush bewegen, denn neben den vielen Pflanzenarten gibt es auch Tausende Tiere zu entdecken. Schlangenhalsvögel, Leguane und Flughunde, aber auch Frösche und Insekten bevölkern den Regenwald. Doch weil sie häufig wegen ihrer Tarnfarbe erst auf den zweiten Blick auffallen, heißt es für die Gäste: Schritttempo drosseln!

Ohnehin sollten sich Mitteleuropäer im Bush Zeit nehmen. Denn wie im „echten“ Regenwald muss man sich zunächst an das Klima gewöhnen. Für eine Verschnaufpause bietet sich das Restaurant an: von der Terrasse aus kann man bei einem exotischen Imbiss oder Getränk Vögel beobachten und den Blick über herrliche Pflanzen schweifen lassen.

Weitere Informationen: www.burgerszoo.nl. (NBTC)



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