1. September 2008, Valencia

Sueca feiert alljährlichen Paella-Kochwettbewerb

Dreißig Kilometer südlich von Valencia feiert das Städtchen Sueca alljährlich im September die Reisernte. Höhepunkt dabei ist der internationale Paella-Kochwettbewerb. In diesem Jahr wird er am Sonntag, den 14. September 2008 zum 48. Mal ausgetragen. Das macht ihn zu einem der ältesten Kochwettbewerbe Spaniens.

Freunde, Nachbarn sowie in- und ausländische Gäste kochen in Sueca um die Wette. Die Bedingungen sind für alle Teilnehmer gleich: Den Köchen aus allen Teilen der Welt werden sowohl die Zutaten als auch das Rezept vorgegeben. Seit mehr als vierzig Jahren kürt eine Jury dann am Ende die beste Paella. Verspeist werden zum Schluss jedoch alle. Zu der Fiesta in der gesamten Innenstadt zählen außer den duftenden Paella-Pfannen noch Musik, eine Riesenpaella, Geschichtenerzähler und als krönender Abschluss ein sensationelles Feuerwerk am Abend.

Vor den Toren Valencias liegt eines der größten Reisanbaugebiete Europas. Das weiße Korn mit eigener Herkunftsbezeichnung ist überregional begehrt. Auch die valenzianische Küche ist ohne diesen Reis schlichtweg undenkbar. Neben der Paella sind insgesamt 365 Reisgerichte bekannt, für jeden Tag ein anderes.

Obwohl die Paella als „Nationalgericht“ der Spanier gilt, liegen ihre Ursprünge in Valencia. Dampfende guss-eiserne Paella-Pfannen über einem Holzfeuer gehören im Land Valencia zu jedem großen Fest. Der soziale Charakter einer Paella beginnt mit der gemeinsamen Zubereitung und endet mit dem Essen in großer Runde. Früher galt die Paella als „Arme-Leute-Essen“. Die Paella mixta (Meeresfrüchte-Fleisch-Paella) ist eine neuere Version der Paella Valenciana, die von den Einheimischen gern als Paella de turistas (Touristen-Paella) belächelt wird, insbesondere, wenn sie das köstliche Gericht am Abend verspeisen. Das käme einem Valenciano nie in den Sinn, denn dann, so die allgemeine Meinung, liege sie viel zu schwer im Magen. Das Wort Paella stammt übrigens aus dem Katalanischen und bedeutet einfach „Pfanne“. (Adam&Partner)



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