29. Oktober 2008, Amsterdam

Sex and the City in Amsterdam

Manche Frauen haben ihr persönliches kleines Taschenmuseum in ihren vier Wänden, aber nirgendwo wird dem Accessoire wohl so gehuldigt wie im vor einem Jahr eröffneten Taschenmuseum Hendrikje an der Herengracht in Amsterdam. Der Taschen-Tempel verzückt Liebhaber von Trage-Accessoires.

Dort wird die Entwicklung der Tasche vom 16. Jahrhundert bis in die heutige Zeit in einer liebevoll gestalteten Dauerausstellung nachgezeichnet. Die Taschenmode unterlag, ebenso wie die anderen Kleidungsstücke, der Mode und dem Zeitgeschmack. Als es beispielsweise noch keine Taschen in Hosen und Mänteln gab, trugen auch die meisten Herren Handtaschen bei sich. Durch die Emanzipation der Frau nahm in den 1920er Jahren die Verwendung von Kosmetikartikeln zu, worauf sich die Form der kleinen Begleiter diesen Entwicklungen anpasste. Später mutierten sie scheinbar zu halben Zitronen, Häusern und Cola-Dosen – die Damenwelt war begeistert.

Vom 22. November bis zum 1. März 2009 gibt die Ausstellung „It’s all glamour and glitter“ einen wahrhaft glänzenden Überblick der vergangenen hundert Jahre in der Geschichte der Abendtasche. „It’s all glamour and glitter“: der Name ist Programm. Neben aufwendig verzierten Abendbegleitern, die mit Strass, Kristallen und Pailletten um die Wette funkeln, haben es auch exklusive Designerschöpfungen in die Ausstellung geschafft. Cartier, Valentino, Christian Lacroix und Gucci sind hier nur einige Namen. Ein echter Blickfang der Ausstellung ist der Cupcake, eine Tasche in Form einer Torte von Judith Leiber. Eine andere Ausführung des Modells ist begehrt unter Taschenliebhabern und mittlerweile weltberühmt – seit einem kurzen TV-Auftritt in der Serie „Sex and the City“. Auch einige auffällige Entwürfe des Designers Timmy Woods, die dort zu sehen waren, kann man nun in der Herengracht bestaunen. (Presse Niederlande)



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