21. November 2008, Brandenburg

Kleist-Preisträger Max Goldt zu Gast in Frankfurt (Oder)

Da hat das Kleist-Museum ganz schön aufgefahren. Musiker und Autor Max Goldt ist ein Liebling der Kritiker, wurde mehrfach ausgezeichnet und bekam 2008 auch den Kleist-Literaturpreis. Mit seinen lakonisch-scharfsinnig-misstrauischen Kolumnen gegen den Stumpfsinn des Alltags erheitert er Millionen von Lesern. Die FAZ schrieb über ihn: „Seine Lesungen sind Kultveranstaltungen, ja: Konzerte.“ Am 25. November 2008 liest er um 20 Uhr im Frankfurter Theater des Lachens „viel Neues… Und vielleicht ein bisschen was Altes“.

Aber auch ohne junge Schriftstellerprominenz ist das Kleist-Museum Frankfurt (Oder) einen Besuch wert. Es widmet sich dem Leben und Werk des in Frankfurt (Oder) geborenen Dichters Heinrich von Kleist (1777 – 1811). Das Museum wurde 1969 im Gebäude der ehemaligen Garnisonschule eingerichtet und gilt als „eines der schönsten Literatur-Museen in Europa“ (Die Zeit, 2000). Das Kleist-Museum ist als kultureller Gedächtnisort von nationaler Bedeutung im Blaubuch der Bundesregierung verzeichnet. Mit über 34.000 Medien verfügen Archiv und Bibliothek des Museums über die weltweit umfangreichste Sammlung zu Kleist und seinem literaturgeschichtlichen Umfeld.

Die Daueraustellung „Heinrich von Kleist (1777-1811). Leben – Werk – Wirkung. Blickpunkte“ im ersten Stock des von Martin Friedrich Knobloch errichteten Hauses gibt einen Überblick über Kleists Leben, sein Werk und dessen Wirkung bis in die Gegenwart. Gestalterisches Leitmotiv der Ausstellung ist die von Kleist gebrauchte Metapher des Schiffs als künstlerischer Überhöhung der Lebensreise – vom hoffnungsvollen Aufbruch bis zum Scheitern der Hoffnung. Gezeigt werden Handschriften, Erstausgaben, Porträts, Gemälde, Skulpturen, Bühnenmodelle und andere Gegenstände. Im Kabinett und Studio finden regelmäßig Wechselausstellungen statt. Bis zum 30. November geht es in der Ausstellung „Über den Häuptern der Riesen“ um Kleists schlesische Reise. Noch bis zum 31. Dezember kann man in der Ausstellung „Kleist und Dresden – ein ‚Ort für die Kunst‘“ mehr über die gesellige und schaffensreiche Zeit des Schriftstellers in Dresden und seine Weggefährten erfahren. Ab dem 30. November informiert das Haus mit der Ausstellung „Alles spielt, der Mensch und sein Kind. Kinder- und Erwachsenenspiele um 1800” außerdem über die Spielkultur um 1800.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. An jedem ersten Mittwoch im Monat findet um 16 Uhr eine öffentliche Führung durch die ständige Ausstellung statt. Preise: Lesung: 15 Euro, ermäßigt 12 Euro; Eintritt Museum: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro, Schüler 0,50 Euro. Infostelle/ Buchung: Kleist-Museum, Faberstraße 7, 15230 Frankfurt (Oder), Tel.: 0335/53 11 55, E-Mail: info@kleist-museum.de, Internet: www.kleist-museum.de. (TMB Brandenburg)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: