23. November 2008, Bodensee

Weihnachtsmarkt in Konstanz am Bodensee

Von der historischen Innenstadt bis zum Hafen erstrecken sich vom 28. November bis 23. Dezember die 130 Stände des Konstanzer Weihnachtsmarkts. Es ist der größte Weihnachtsmarkt am Bodensee. 400.000 Besucher wurden in einem Jahr schon mal gezählt. Das Weihnachtsschiff, weihnachtliche Stadtführungen und festliche Rundfahrten mit der weißen Flotte ergänzen das Marktangebot um weitere stimmungsvolle Programmpunkte.

Zart spiegelt sich das Licht auf dem See, der still und silbrig glänzend vor seinem beeindruckenden Alpenpanorama liegt. Festlich leuchten die Lichterketten an den tannenreisgeschmückten Ständen. Bratapfel-, Maroni- und Glühweindüfte ziehen durch die klare Winterluft und streifen verlockend durch die Gassen der Konstanzer Altstadt, die gerade im Winter ein sehenswertes Städtereiseziel ist. Zwischen den prächtig ausstaffierten Patrizierhäusern herrscht festliche Stimmung. Die Türbögen und kunstvoll bemalten Fassaden sind weihnachtlich geschmückt. Von der Marktstätte bis vor an Hafen und See ziehen sich die über 130 Stände des Weihnachtsmarktes. Die Standbetreiber kommen hauptsächlich aus der Region und bieten viel Abwechslung. Zwischen Kerzen, Kunsthandwerk und nostalgischem Kinderspielzeug warten kulinarische Stände mit einem vielfältigen Verwöhnprogramm auf. Typisch schweizerisch – die Grenze ist nur einen Steinwurf entfernt – ist etwa das Stängeli-Fondue, das man auf der Marktstätte von der Hand in den Mund genießt. Der Gang über den Konstanzer Weihnachtmarkt ist eine feste Institution im jahreszeitlichen Rhythmus des Seelebens. Von überall her kommen die Besucher – etwa 400.000 geben sich hier jährlich ein adventliches Stell-dich-ein.

Gebrannte Mandeln, maroni und Marrokanische Mützen
Vor dem Kaiserbrunnen an der Marktstätte, der mit seinen bronzenen Tierfiguren, einem sechsbeinigen Pferd, dem Pfau und den kleinen Seehasen, an sich schon der Lieblingsplatz der Kinder ist, dreht sich zu munterer Musik ein Karussell. Daneben verkauft der Maroni-Mann seine heiße Ware und nicht weit davon werden gebrannte Mandeln, Zuckerwatte und andere Leckereien angeboten. Auch die Stände mit handgemachtem Spielzeug und lustigen Mobiles haben sich hier ihre Plätze erobert. Vorbei geht es am Pizzabäcker und der badischen Variante „Dünnele“ zum Stand mit kunstvollen Wachskerzen, zu marokkanischen Wollmützen oder zu einem echten Bürstenmacher – „streicheln Sie mal, dieser Besen ersetzt ihnen glatt ein Haustier.“ Dann weitet sich der Markt, die ersten Glühweinstände und Leckereien werden angeboten. Das klassische Kunsthandwerk hat sich die wettergeschützten Plätze in der Unterführung, die zum See und Hafen führt, gesichert. Vor dem winterklaren See, hinter dem die Bergketten der Alpen zum Greifen nahe erscheinen, können Kinder sich auf Ponys schwingen. Während sich linkerhand die Jugend bei Disco-Musik trifft, wartet rechterhand das „Weihnachtsschiff“ an der Kaimauer auf Besucher. An Bord geht der Bummel durch die Budenstadt stimmungsvoll weiter.

Weihnachtliche Führungen und Stadtfahrten
Während der Adventszeit sorgen weihnachtliche Führungen für ein stimmiges Rahmenprogramm. Eine kostenlose Stadtführung erklärt Kindern das mittelalterliche Handelswesen. Dabei folgt sie den Spuren des Gewürzhandels, der vor allem um Weihnachten florierte. Weitere Stadtführungen zeigen auch Erwachsenen die besonderen Reize des winterlichen Konstanz. Um weihnachtliches Brauchtum geht es beim geführten Rundgang „Feste und Bräuche im Festkreis des Advent“. Noch mehr über Weihnachtsbräuche und Weihnachtsdarstellungen erfährt man auf einer Führung durch die Kirchen der Konstanzer Altstadt. Die Weiße Flotte, die eigentlich im Winter längst im Hafen vertäut liegt, startet zu gemütlichen Adventsrundfahrten. Mit an Bord: Sankt Nikolaus und sein Begleiter, der furchterregende Knecht Ruprecht.

Bei diesem umfangreichen Programmangebot lohnt es sich, gleich für zwei oder mehr Tage zu kommen, zumal Konstanz mit seinen zahlreichen Boutiquen und Fachgeschäften auch mannigfache Anregungen für Weihnachtsgeschenke bereithält. Zahlreiche gemütliche Hotels stehen in der Innenstadt und in Innenstadtnähe zur Wahl. Von ihnen aus ist es am Abend nur ein Katzensprung in die Weinstuben im ältesten Viertel der Stadt, der Niederburg. (PR 2)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: