18. Dezember 2008, Brasilien

Bumba-meu-boi-Festival in Brasilien

Tanz, Musik und Leidenschaft bestimmen drei Tage lang Ende Juni das Geschehen in Parintins. Bumba-meu-boi, das Fest von der Wiederauferstehung des Ochsen, wird an vielen Orten Brasiliens gefeiert. Doch nur in Parintins am Amazonas gibt es sogar eine eigene Festival-Arena, das Bumbódromo.

Eigentlich währt das Festival 365 Tage im Jahr, so viel Aufwand steckt in der prächtigen Ausstattung der Tänzer, den farbenfrohen Kulissen und den überlebensgroßen Puppen. Monatelang bereiten sich die zwei austragenden Parteien auf das Fest vor. Es treten die Roten (Boi Garantido) gegen die Blauen (Boi Caprichoso) an. Das Publikum ist entweder für die eine oder die andere Partei – und zwar ein Leben lang.

Die dem Festival zugrunde liegende Legende handelt von einem getöteten und wiederauferstandenen Ochsen (portugiesisch boi). Beide Parteien erzählen an jedem der drei Abende die selbe Geschichte, jedoch jedes Mal mit anderen Masken, Puppen und einer unterschiedlichen Choreographie. Energiegeladen und mit Trommeln unterlegt ziehen die Aufführungen das Publikum in den Bann. Der Sieger wird von einer Jury nach komplizierten Regeln gewählt.
Ausschlaggebend ist auch, welche Partei das Publikum am meisten begeistern konnte.

Das Festival findet alljährlich am letzten Wochenende im Juni statt. Parintins ist per Flugzeug bequem von Manaus aus zu erreichen. Der Abstecher zum Bumba-meu-boi-Fest kann im Rahmen einer Brasilienreise beim Lateinamerika-Spezialisten Miller Reisen gebucht werden. In den Kosten von 1.590 Euro pro Person im DZ (im EZ 2.150 Euro) sind die Flüge ab/bis Manaus und 4 Übernachtungen mit Frühstück in einer Pousada enthalten. Da die Gegend noch kaum touristisch erschlossen ist, erwartet den Reisenden ein eher einfacher Standard. (Miller Reisen)



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