23. Januar 2009, Hauser exkursionen, Peru

Innovatives Trekking-Konzept in Peru

Reisen mit gutem Gewissen! In enger Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung bietet der Reiseveranstalter Hauser exkursionen ein sechstägiges Lodgetrekking in der Cordillera Vilcanota an, das bis auf 5100 m führt. Mit dabei sind Lama- und Alpakahirten als Führer und Betreuer der Tragtiere. Sie sind Mitarbeiter einer Kooperative, die vier komfortable Lodges in Höhen zwischen 4300 m und 4800 m betreibt. Weitere Stationen der Reise sind das Heilige Tal der Inka, Machu Picchu und die einstige Inka-Hauptstadt Cuzco.

Ressourcen nutzen und Einkommen schaffen
„Oft entsteht Armut nicht, weil Ressourcen fehlen, sondern wegen der Unkenntnis, das Vorhandene zu nutzen“, meint Manfred Häupl, Geschäftsführer von Hauser exkursionen und seit vielen Jahren Befürworter und Förderer von nachhaltigem Tourismus. „Die direkte und aktive Beteiligung der Bewohner der Andendörfer Chilca und Osefina in der Cordillera Vilcanota ist wegweisend. Vier Lodges schaffen zahlreiche Arbeits- sowie Ausbildungsplätze, Trekkingtouren bieten Lama- und Alpakahirten der Region eine zusätzliche Einnahmequelle.“ Bereits seit drei Jahren lassen sich Frauen und Männer aus den genannten Dörfern für die Bereiche Küche, Haushalt und Transport ausbilden, um vom Tourismus zu profitieren.

Tourismus erhält und fördert traditionelles Kunsthandwerk
Die Weber aus Chilca und Osefina nehmen an Fortbildungen teil, um traditionelle Web- und Färbetechniken einerseits zu bewahren, andererseits um sie für die Touristen attraktiv aufzubereiten. Das schafft nicht nur Verdienstmöglichkeiten, sondern stärkt die kulturelle Identität und damit das Selbstbewusstsein der Andenbewohner. Häupl erklärt: „Um die Verkaufschancen zu verbessern, werden Web- und Strickarbeiten gezielt an die Bedürfnisse und natürlich auch an die Konfektionsgrößen von Touristen angepasst.“ Zehn Prozent aus dem Verkauf von Kunsthandwerk fließen in Fortbildung, Ausrüstung und gemeinnützige Projekte für die lokale Bevölkerung.

Pläne für die Zukunft
In Zusammenschluss mit staatlichen Projektstellen ist geplant, die Woll- und Fleischproduktion der Lama- und Alpakazüchter in der Region Chilca zu optimieren. Alpakafleisch erfreut sich zunehmender Nachfrage, weshalb bereits ein Schlachtereibetrieb in Chilca geplant ist. Zudem sieht es der neu gegründete Fischereiverband als seine Aufgabe, den dezimierten Forellenbestand der umliegenden Gewässer aufzustocken. Die in den Flüssen und Seen ausgesetzten Fische sollen die Region für Angler attraktiv machen und die Vergabe von Angellizenzen wird eine weitere Geldquelle erschließen. Gemeinsam mit der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft (ZGF) ist eine Naturschutzzone geplant, die das Gebiet des Lodgetrekkings umfasst, da hier die vom Aussterben bedrohte Oscollo-Pampaskatze, eine Wildkatzenart, heimisch ist; um den Naturpark zu betreuen, werden vier Park-Ranger angelernt.

Termine und Preise
Wer in den Anden mit Hirten nachhaltig trekken möchte, kann von April bis Oktober zwischen fünf Terminen wählen. Der Preis für die 16-tägige Reise beträgt je nach Datum zwischen Euro 3390,– und 3650,–. Er umfasst u. a. folgende Leistungen: Linienflug, Inlandsflüge, Transfers, Übernachtungen, Teilverpflegung, Reiseleitung, Versicherungspaket. (Hauser exkursionen)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: