10. Februar 2009, Brandenburg

Brandenburg im Kinofilm „Effi Briest“

Theodor Fontanes „Effi Briest“, der große Liebes- und Ehebruchsroman der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts, ist ein einzigartiger und beliebter Filmstoff. Am 12. Februar 2009 läuft die neueste Filmversion in den deutschen Kinos an. Die Dreharbeiten fanden unter anderem auch in Brandenburg statt. Drehorte waren Hoppenrade, Marquardt (bei Potsdam) und Gröben.

Auch Roman und Schriftsteller sind eng mit dem Land Brandenburg verbunden. Theodor Fontane wurde 1819 in Neuruppin geboren und ist somit ein echtes Brandenburger Kind. Die Schönheiten seiner Heimat beschrieb er in seinen bekannten „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“, die zwischen 1962 und 1888 erschienen. Die fünf Bände sind sein umfangreichstes Werk.

Eindrücke und historische Kenntnisse, die er während dieser Zeit sammelte, verwendete er auch in seinen späteren großen Romanen. Die im Schloss Meseberg ansässige Ehefrau des wichtigen Berliner Verlegers Carl Robert Lessing übermittelte ihm zum Beispiel das Schicksal der Baronin Elisabeth von Ardenne. Ihre Lebens- und Leidensgeschichte inspirierte Fontane wahrscheinlich zu seinem erfolgreichen Roman „Effi Briest“.

Zum Film
Die ungestüme siebzehnjährige Effi Briest (JULIA JENTSCH) heiratet auf Rat ihrer Eltern Baron Instetten (SEBASTIAN KOCH), einen früheren Verehrer ihrer Mutter (JULIANE KÖHLER). Instetten ist ein gefühlsarmer Mann von Prinzipien, dem eine glänzende politische Kariere bevorsteht. Das Paar zieht zunächst in den kleinen Ostsee-Küstenort Kessin, wo Effi ein eintöniges Leben erwartet. Bis Major Crampas (MIŠEL MATIČEVIĆ) auftaucht, ein Regimentskamerad Instettens und ein charmanter Frauenheld. Effi erfährt durch ihn, was Liebe und Leidenschaft bedeuten können. Es wird eine für Crampas tödliche Affäre. Effi aber wird – anders als bei Fontane – daran nicht zugrunde gehen.

Theodor Fontanes „Effi Briest“, der große Liebes- und Ehebruchsroman der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts, ist ein einzigartiger und beliebter Filmstoff. Doch erstmals begibt sich nun eine Regisseurin daran, die Geschichte der Effi neu und aus heutiger Sicht zu lesen: Hermine Huntgeburth inszenierte bereits Liebesgeschichten wie IM KREISE MEINER LIEBEN oder DIE WEISSE MASSAI mit großer Sensibilität und ihrer ganz persönlichen Handschrift. Sie verbindet in EFFI den Reiz des historischen Stoffes mit dem Bewusstsein der Gegenwart und zeigt die junge Effi als modernes Mädchen. Theodor Fontanes Roman erschien 1894, doch die Gefühle und Obsessionen sind heute dieselben. Damals wurde jedoch nicht nur gestritten, es wurde geschossen.

Die vielfach preisgekrönte Julia Jentsch (SOPHIE SCHOLL – DIE LETZTEN TAGE) wird Effi Briest spielen. Sie reiht sich damit ein in eine Riege von Stars – Marianne Hoppe, Ruth Leuwerik, Angelica Domröse, Hanna Schygulla – die in dieser Rolle unvergessen sind. Auch die übrigen Rollen sind glanzvoll besetzt: Sebastian Koch (DAS LEBEN DER ANDEREN) spielt Effis Ehemann Baron von Instetten, Juliane Köhler (DER UNTERGANG) ihre Mutter Frau von Briest, Thomas Thieme (DAS LEBEN DER ANDEREN) ihren Vater Herrn von Briest und Mišel Matičević (HOTTE IM PARADIES) Major Crampas, den romantischen Verführer Effis. Produziert wird der Film von Günter Rohrbach (DIE WEISSE MASSAI, SCHTONK!, DAS BOOT).

Der Film wurde gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg, vom Filmfonds Hamburg, dem FFF Bayern und dem DFFF. (Tourismus-Marketing Brandenburg)



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