27. Februar 2009, Hauser exkursionen, Tansania

Jubiläumstour zum 100. Geburtstag von Bernhard Grzimek

Dass weite Teile Tansanias heute Nationalparks sind, ist nicht zuletzt Bernhard Grzimek zu verdanken. Für alle, die mehr über das Lebenswerk des Forschers wissen möchten, bietet der Trekking-Reiseveranstalter Hauser Exkursionen eine zwölftägige Reise durch Tansania auf dessen Spuren an. Ausgiebige Safaris und bis zu vierstündige Wanderungen erschließen die Tierwelt und die Landschaften Tansanias.

Bernhard Grzimek – Zoologe, Tierarzt, Verhaltensforscher, Autor und Zoodirektor – wäre heuer 100 Jahre alt geworden; sein berühmter Film „Serengeti darf nicht sterben“ wurde vor genau 50 Jahren gedreht.

Arusha-Nationalpark und Hatari-Feeling auf der Momella-Lodge
Ausgangspunkt für die ersten Safaris im Arusha-Natioanalpark ist das Städtchen Arusha, auch Safari-Hauptstadt des Landes genannt – oder Dar es Safari in Anlehnung an Dar es Salam. Innerhalb der Parkgrenzen liegen der 4566 m hohe Vulkan Mount Meru, die Momella-Seen und der Ngurdoto-Krater, der erst durch das Engagement von Bernhard Grzimek in den Arusha-Nationalpark eingegliedert worden ist. Das kleine Museum nahe des Kraters erinnert an Grzimeks Arbeit und informiert gleichzeitig über die Vogelarten des Parks. Das Gebiet ist aber nicht nur durch Filme und Bücher Bernhard Grzimeks bekannt geworden, sondern auch durch den Film „Hatari“ mit Hardy Krüger und John Wayne. Viele Szenen für den Film entstanden in der Momella-Lodge, die später im Mitbesitz von Hardy Krüger war. In dieser traditionsreichen Lodge wird zu Mittag gegessen und einmal übernachtet.

Grzimeks Kampf gegen Großwildjäger am Lake Manyara
Der Manyara-See nimmt zwei Drittel des Lake Manyara-Nationalparks ein. Wegen der hiesigen Elefantenherden war die Region zu Grzimeks Zeiten ein beliebtes Abschussgebiet der Großwildjäger. Das Engagement des Tier- und Umweltschützers trug wesentlich dazu bei, dass Großwildjäger aus der Region vertrieben wurden. Neben den Elefantenherden sind Baumlöwen eine der Attraktionen des Parks und mit scharfem Blick während der Safaris zu entdecken: Meist hängen sie faul in den Baumkronen.

Gol Mountains – Absturzstelle von Michael Grzimek
Treuester Begleiter und Unterstützer von Bernhard Grzimek war sein Sohn Michael. Aus der Luft zählten die Grzimeks die Wildtiere, ermittelten die Wanderrouten von Büffeln, Zebras und Gnus und sammelten so Argumente gegen die Bestrebungen der Briten, das Land für Besiedlungszwecke zu zerstückeln. Sie wiesen nach, dass bei einer Unterteilung der Gebiete den Tieren bei den zyklischen Wanderungen der Weg abgeschnitten würde. Während der Dreharbeiten für den Film „Serengeti darf nicht sterben“ fand Michael Grzimek 1959 in den Gol Mountains bei einem Flugzeugabsturz den Tod. Ein Besuch der Absturzstelle bietet Gelegenheit für eine Gedenkminute. Für den Dokumentarfilm erhielt Bernhard Grzimek 1960 als erster Deutscher der Nachkriegszeit einen Oscar.

Pirschfahrten in der Serengeti und Besuch der Seronera-Forschungsstation
Über ein Jahr hatten die beiden Grzimeks in der Serengeti verbracht und unter höchstem persönlichen Einsatz geforscht: Sie fielen mehrmals aus fahrenden Autos oder lieferten Bruchlandungen mit ihrer mit Zebrastreifen bemalten Dornier 27 bedingt durch Warzenschweinlöcher im Boden. Beim Besuch der Seronera-Forschungsstation erläutert ein Wissenschaftler, was aus den Projekten von Bernhard Grzimek geworden ist. Inzwischen wurden etliche Dorfbewohner, die an den Randgebieten der Serengeti siedeln, nach umfassender Schulung – z. B. als Park Ranger – in den Wildschutz einbezogen.

Grzimeks Weltwunder – der Ngorongoro-Krater
Bernhard Grzimek betrachtet den Ngorongoro-Krater wegen seines Tierreichtums und der landschaftlichen Besonderheit als Weltwunder. Am Kraterrand ist eine Gedenktafel für ihn und seinen Sohn Michael angebracht. Für die Safari im Krater geht es vom Kraterrand auf 2300 m per Allradfahrzeug 300 m steil nach unten in den 16 mal 20 km großen Kessel. Er gilt als die größte nicht mit Wasser gefüllte Caldera (kesselförmige Struktur vulkanischen Ursprungs) der Welt und ist ungefähr halb so groß wie der Bodensee. Alles was Rang und Namen hat in der ostafrikanischen Tierwelt ist hier zu Hause. Je nach Jahreszeit werden bis zu 25000 Tiere gezählt.

Wiege der Menschheit – Olduvai-Schlucht
Im Westen der Ngorongoro Conservation Area liegt die 55 km lange und ca. 1000 m tiefe Olduvai-Schlucht. Sie ist mit den Namen Mary und Louis Leakey verbunden. Hier fand das Forscherehepaar neben verschiedenen Steinartefakten einen mehr als zwei Millionen Jahre alten menschlichen Schädel und über 3,7 Millionen Jahre alte menschliche Fußabdrücke. Viele der Fundobjekte sind im Museum präsentiert; auch die Ausgrabungsstätte wird besichtigt. Die Olduvai-Schlucht markiert das südliche
Ende einer Linie, die in der Afar-Senke in Äthiopien beginnt, und als „Grand Canyon der Evolution“ gilt.

Anforderungen und Unterkunft
Die Wanderungen in den Nationalparks dauern maximal vier Stunden. Für die Safaris in Toyota Landcruisern ist wegen der holperigen Strecken in den Nationalparks Durchhaltevermögen wichtig.
Termine, Preise und eingeschlossene Leistungen Die 12-tägige Pioniertour findet vom 24.07.09 bis 04.08.09 statt, ein zweiter Termin ist vom 25.09.09 bis zum 06.10.09 geplant. Der Preis ab 3600,– Euro schließt u. a. ein: Linienflug, Übernachtungen meist in stilvollen, schön gelegenen und geschichtsträchtigen Hotels und Lodges, Vollpension, Transfers, Überland- und Pirschfahrten, Reiseleitung, Eintrittsgebühren, Versicherungspaket. (Hauser)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen

Themen: , ,





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: