1. März 2009, Heiligendamm

Die Wiege der mecklenburgischen Bäderkultur

Die vorzüglichen Wellness-Qualitäten des Landes wusste bereits Großherzog Friedrich-Franz I zu schätzen, der 1793 den Grundstein für die traditionelle Bäderkultur im Nordosten legte, die bis heute besonders gekennzeichnet ist durch weiße Villen mit barocken Balkonen und durch weit ins Wasser ragende Seebrücken. Das milde Reizklima veranlasste den Großherzog im Jahr 1793 an Mecklenburg-Vorpommerns Ostseeküste das erste deutsche Seebad in Heiligendamm zu gründen, das bis heute Erholungssuchende und Tagungsgäste empfängt.

Unter den Besuchern, die Jahr für Jahr ihre Sommerfrische hier verbrachten, waren unter anderem die Zarenfamilie und Wilhelm von Humboldt. Auch Lord Nelson soll mit seiner Flotte hier auf Reede gelegen haben. Spätestens seit dem G8-Gipfel im Jahr 2007, als die Staatsoberhäupter der mächtigsten Wirtschaftsnationen hier gastierten, ist die so genannte weiße Stadt am Meer weltbekannt. Weitere Informationen: www.heiligendamm.de

Auch der Strandkorb wurde hier erfunden, der den Standtag noch gemütlicher macht. Das allererste Modell fertigte Wilhelm Bartelmann vor 125 Jahren. Inzwischen zählen die geflochtenen Strandmöbel zu den Markenzeichen der Ostseebäder und man schätzt das bequeme Streifenmodell sogar in Übersee. Der Rostocker Korbmachermeister erhielt 1882 von Elfriede von Maltzahn den Auftrag zur Anfertigung, die sich trotz ihres Rheumaleidens das gesunde Reizklima an der Ostsee nicht entgehen lassen wollte.
Weitere Informationen: www.bartelmann.com. (Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.)



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