2. März 2009, Brandenburg

„Die Wüste lebt“ in der Biosphäre Potsdam

Die Biosphäre Potsdam ist seit heute um mehrere Attraktionen reicher: In der Wüstenabteilung im Foyer des Tropenparadieses sind sechs zusätzliche Terrarien mit neuen Bewohnern hinzu gekommen. Neu dabei sind die niedlichen Stachelmäuse, die ein sehr ausgeprägtes Sozialleben haben. In der Natur sind Stachelmäuse in den sandigen und felsigen Regionen in Klein- und Westasien bis nach Pakistan, Afrika sowie auf den Inseln Kreta und Zypern verbreitet.

Zu bestaunen sind auch die sehr häuslich eingerichteten Steppenlemminge, die lange Höhlensysteme in bis zu 1 Meter Tiefe bauen und dort Vorratskammern, Wohnkammern und Toilettenkammern einrichten. Die Steppemlemminge leben in Steppen und Halbwüsten zwischen der östlichen Ukraine bis in den Osten Kasachstans. In Kasachstan sind die Steppenlemminge das häufigste Säugetier überhaupt.

In einem weiteren Terrarium finden wir eine Kolonie Roborowski Zwerghamster. Sie werden nur ca. 7 cm groß und sind damit die kleinste Hamsterrasse der Welt. Diese Hamster bewohnen die Wüstensteppe Gobi und angrenzende Wüstenregionen des nördlichen Chinas und der Mongolei.

Die Lieblinge der Wüstenabteilung, die mongolischen Rennmäuse, haben ein weiteres Domizil dazu bekommen. Der Anbau wurde notwendig, weil sich die 20 Exemplare, die im August vergangenen Jahres ihr Terrarium in der Biosphäre bezogen haben, vermehrt haben und jetzt mehr Platz brauchen.

Neben vielen neuen Säugern, gibt es auch einen weitere Vogelspinnenart in der Biosphäre. Die Rotknievogelspinne gehört zu den sogenannten Bombardierspinnen. Sie können zur Verteidigung Haare am Hinterleib wegschleudern, die Juckreiz und allergische Reaktionen auslösen. Ihre Höhlen baut sie in Hängen oder unter Steinen. Diese Vogelspinne kommt in den Trockensavannen im Süd-Westen von Mexiko, am Fuße der Sierra Madre del Sur.

Nicht nur die kleinste Hamsterart finden wir in der Biosphäre, auch eine der größten Skorpionarten, der Spaltenskorpion, kann jetzt in seiner ganzen Pracht in der Wüstenabteilung bewundert werden. Der Spaltenskorpion ist zwar vergleichsweise ein Riese, aber anders als die kleineren Vertreter dieser Art ist er nicht giftig. Der Spaltenskorpion ist ca. 12 cm lang, und hat eine grau-braune bis rötliche Färbung. In der Natur findet man diesen Skorpion in den trockenen Geröll- und Gebirgsgebieten Südafrikas. Am liebsten ernährt sich der Spaltenskorpion von Grillen und jungen Mäusen. (Biosphäre Potsdam)



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