7. März 2009, Brandenburg

Exotische Samtschrecken in der Potsdamer Tropenwelt

In der Biosphäre gehören sie zu den interessantesten Geschöpfen des vielzähligen Tierreichs der Potsdamer Tropenwelt: Stabschrecken, die durch ihre sehr langen Beine und dem schmalen Körper aussehen wie grüne Äste und damit perfekt getarnt im Urwald leben können. Sie haben nun Familienzuzug bekommen: Drei Paare der Peru-Stabschrecke, besser bekannt als Samtschrecke, sind in die Biosphäre eingezogen und haben ein eigenes Terrarium bezogen.

Dabei ist diese Art der Gespensterschrecken selbst den Fachleuten bis vor ein paar Jahren nicht bekannt gewesen. Erst 2004 wurde sie in der Cordillera del Condor im Norden von Peru entdeckt. Dort kommt sie auch nur auf einer Fläche von insgesamt 5 Hektar vor.

Im Rahmen eines Benefiz-Projekts für die Bewohner des Cordillera del Condor Nationalparks wurde ein Zuchtprogramm für die Samtschrecke gestartet. Das Projekt hatte zum Ziel, jeweils die Hälfte der Nachzuchten auszuwildern beziehungsweise zu verkaufen. Sechs Exemplare dieses Zuchtprojektes können jetzt in der Biosphäre bewundert werden.

Von den grünen Stabschrecken unterscheiden sich die Samtschrecken im Aussehen ganz erheblich: Die gelben Augen, die gelb geringelten Antennen und die leuchtend rote Oberlippe bilden zum samtig, schwarzen Körper einen auffallenden Kontrast. Die Hinterflügel sind im hinteren Bereich kräftig rot. Die Weibchen werden 55 bis 70 Millimeter und die Männchen 40 bis 50 Millimeter lang.

In der Biosphäre finden die Samtschrecken eine ideale Umgebung. Sie brauchen einen Lebensraum mit 18-24 °C und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60%. Das Terrarium mit den Samtschrecken befindet sich im Bereich vor dem Eingang zur Unterwasserstation der Biosphäre. (Biosphäre Potsdam)



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