10. März 2009, Albanien

Natururlaub im Nationalpark Theti in Nordalbanien

Die abwechslungsreiche und bis vor wenigen Jahren völlig unerschlossene Mittelmeerdestination Albanien setzt ihren touristischen Wachstumskurs kontinuierlich fort. Albanien-Reisende fragen dabei vermehrt Natururlaub nach. Die Albanischen Alpen in der Grenzregion zu Montenegro und dem Kosovo sind eine der letzten „unentdeckten“ Gebirgsregionen in Europa. Touristen finden hier im Norden des Landes Gebiete mit Hochgebirgscharakter wie sonst nirgendwo auf dem Balkan. Mit 2.692 Metern ist der albanische Berg Jezerca die größte Erhebung. Karge Karstlandschaften bestimmen das Bild und laden zu ausgiebigen Wanderungen ein.

Touristen fühlen sich insbesondere vom Nationalpark Theti in Nordalbanien angezogen. Die unberührte Natur, die phantastische Berglandschaft, die reiche Kultur und die gastfreundschaftlichen Familien sind das Potential, aus den sich in den letzten beiden Jahren ein attraktives touristisches Bild entwickelt hat. Im Dorf Theti bieten elf Familien in ihren traditionellen Steinhäusern Übernachtungsmöglichkeiten an. Diese sind einfach, aber mit guten Sanitäranlagen. Unterstützt wurden sie dabei von der Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH, die durch intensive Beratung, Schulungen, Finanzierung von Ausstattungen, Identifizierung von Wander- und Trekking-Wegen und der Erstellung einer Wanderkarte und weiteren Publikationen zu dieser Region langfristig zu einer erfolgreichen touristischen Entwicklung beiträgt. Ziel ist es, in dem abgeschiedenen Dorf Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten zu schaffen, um so die Lebensbedingungen zu verbessern. Das nur per Jeep oder zu Fuß erreichbare Dorf Theti im Norden des Landes zählte 2008 mehr als 5.000 Gäste und damit geschätzte Einnahmen von etwa 100.000 Euro, die unter anderem für die Renovierung der Häuser und Pensionen genutzt wurden.

Rund 1.650 verschiedene Pflanzenarten existieren in dieser Region. Auch seltene und vom Aussterben bedrohte Arten lassen sich hier entdecken. Das größte Gewässer im Park ist der Theti-Fluss, der aus mehreren Quellen und Bächen gespeist wird. Berühmt ist vor allem die Schlucht mit dem Canyon von Grunas, deren 40 Meter hohen Wände sich bis auf eine Breite von nur einem Meter verengen. Von einem hölzernen Steg aus können Touristen in die Schlucht hinunter schauen. Ausgangspunkt für Wanderungen in den Naturpark ist die Stadt Shkodra, das regionale Zentrum des Nordens. Outdoor-Aktivitäten sind in dieser Gegend besonders gefragt: Ob Kajak fahren oder Gleitschirmfliegen, hier lädt die unberührte Natur zu einer Entdeckungsreise ein. (cc-pr)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: