18. März 2009, Ecuador

Schwierigster Zug der Welt fährt wieder durch Ecuador

Die als „schwierigster Zug der Welt“ bekannte Zugroute durch Ecuador soll nach über 30 Jahren und Investitionen in Höhe von 14 Millionen US-Dollar ab März 2009 wieder vollständig in Betrieb genommen werden. Bei dieser Zugstrecke handelt es sich nicht nur um ein Transportmittel, sondern um eine echte Touristenattraktion, die sich durch das gesamte Land zieht. Die Tourismusministerin Ecuadors, Verónica Sión de Josse, betrachtet die Wiederbelegung der Zustrecke von Quito nach Durán bei Guayaquil als eine Bereicherung, die sich von aktuellen touristischen Offerten des Landes differenziert, auf dem in- und ausländischen Markt wettbewerbsfähig ist und auch die Normen des nachhaltigen Tourismus respektiert.

Der erste Abschnitt, der Ende 2008 fertig gestellt wurde, verläuft von Quito nach Latacunga. Die Strecke wurde mit der Jungfernfahrt einer 70 Tonnen schweren Dampflok festlich am 30. Dezember 2008 eröffnet. Schaulustige, eine Theatergruppe, viele Journalisten und eine Ansprache des Präsidenten von Ecuador, Raphael Correa, sorgten dafür, dass die zukünftige große Beutung der Zugstrecke für den Tourismus sowie für die ecuadorianische Bevölkerung verdeutlicht wurde.

Ende 2009 soll dann auch die Verbindung zwischen Latacunga und Riobamba fertig gestellt sein, anschließend die beeindruckende Trasse über die „Teufelsnase“. 2010, so die Planung, werden dann auch die Routen Quito-Guayaquil und Quito-Cuenca wieder in den Fahrplan aufgenommen.

Die Strecke wurde 1908 zum ersten Mal in Betrieb genommen und ihre Einweihung wurde seinerzeit mit einem viertägigen Fest gefeiert. Die Route verband die Küste mit den Anden und schuf so erstmals ein vereintes Ecuador. Allerdings wurde der Betrieb eines Großteils der Strecke vor mehr als 30 Jahren wieder eingestellt. Weitere Informationen unter www.efe.gov.ec. (ags)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: