24. März 2009, Malaysia

WWF-Mitarbeiter retten Orang-Utan vor dem Ertrinken

WWF-Mitarbeiter im malaysischen Teil der Insel Sabah haben einen außergewöhnlichen Moment auf Bild festgehalten. Sie retteten ein Orang-Utan Weibchen und ihr Junges vor dem Ertrinken. Die beiden Menschenaffen waren auf einem flussnahen Baum von einer Flut überrascht worden und saßen auf diesem für fast eine Woche fest. Dorfbewohner alarmierten die WWF-Mitarbeiter, die umgehend zu Hilfe eilten.

Mit wenig Hoffnung warfen sie der Affendame und ihrem Baby ein Seil zu. Die Affendame ergriff zu aller Überraschung das Seil und sprang in die Fluten. Normalerweise gelten Orang-Utans als sehr wasserscheu. Mithilfe des Seils gelangten beide sicher ans Ufer – ihr Baby auf dem Arm und sicherstellend, das dessen Kopf immer über Wasser bleibt. Bevor beide wieder im Urwald verschwanden, nahmen sie noch Bananen und andere Früchte von den WWF-Mitarbeitern an.

Sabah ist in den vergangenen Wochen von schweren Überschwemmungen heimgesucht worden. Die Wassermassen bedrohen auch die Lebensräume zahlreicher Arten. Durch den vom Menschen verursachten Klimawandel ist davon auszugehen, dass Wetterextreme wie starke Regenfälle zunehmen und die Existenz vieler Tier- und Pflanzenarten zusätzlich gefährden.

Die Orang-Utans sind die einzigen heute noch lebenden Großen Menschenaffen in Asien. Heute kommen Orang-Utans, deren malaiischer Name „Waldmensch“ bedeutet, nur noch im Norden Sumatras und auf Borneo vor. Orang-Utans leben meist in den Tieflandregenwäldern und in den Sümpfen des Flachlands. Die Orang-Utans leben im Gegensatz zu ihren afrikanischen Menschenaffenverwandten überwiegend als Einzelgänger. Nur zur Fortpflanzung kommen Männchen und Weibchen kurz zusammen. Wie viele Tiere in einem Gebiet vorkommen, hängt vom Nahrungsangebot ab und übersteigt nur selten die Dichte von einem Tier pro Quadratkilometer. Auf Borneo wird der Gesamtbestand des Orang-Utans auf nur noch 55.000 Tiere geschätzt. (WWF)



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