26. März 2009, Tirol

Tirol: Per Rad das Tal der Äpfel erkunden

Der Vinschgau ist Südtirols Apfelgarten. Ab Mitte April verwandelt sich der Talgrund zwischen Meran und Mals in einen duftenden, weißen Blütenteppich. Fast wie Schweben fühlt sich mittendrin eine Schnuppertour per Rad an, vor allem wenn es dabei immer bergab geht. Das Erlebnis perfekt macht eine Unterkunft auf einem Obsthof des „Roten Hahn“. In den traditionellen Bauernhöfen lässt sich ein spannendes Stück Südtiroler Kultur erleben, erschnuppern und natürlich auch probieren, denn selbstgemachte Säfte und andere Produkte fehlen auf keinem „Roter Hahn“-Hof. Einige Betriebe stellen ihren Gästen auch Fahrräder zur Verfügung.

Entspannt im Sattel lässt sich das Tal schließlich am schönsten entdecken. Nach jeder Kurve geben die blühenden Apfelbäume neue Aussichten frei, auf trutzige Burgen, romantische Dörfer oder auf die kleinste Stadt Südtirols, das mittelalterliche Glurns mit seiner Stadtmauer. Und überall scheint der höchste Gipfel Südtirols über der Szenerie zu thronen, weshalb die Südtiroler den 3.905 Meter hohen Berg auch „König“ Ortler nennen. 150 Kilometer Radwege durch die abwechslungsreiche Landschaft machen das Radfahren im Vinschgau zum Erlebnis, immer talwärts der Etsch entlang, auf den Spuren der legendären Römerstraße Via Claudia Augusta. Viele Ferienbauernhöfe liegen direkt an der historischen Route und bieten sich somit ideal als Unterkunft für Radurlauber an.

Der Weg zurück ist ebenso gemütlich – an Bord der Vinschger Bahn. Total flexibel unterwegs sind Fahrgäste mit der „EventCard“. Der Preis von 14 Euro beinhaltet die Tages-Bahnfahrt auf der Strecke Meran-Mals und ein Leihrad mit Helm. Sechs Bahnhöfe auf der Linie Meran – Mals sind mit Fahrradverleihen ausgestattet: Meran, Naturns, Latsch, Spondinig, Schlanders und Mals. Am Ende eines aussichtsreichen Tages im Vinschgau lockt zur Frühlingszeit dann für Gäste bei Hof ein weiteres duftes Erlebnis – eine Nacht mittendrin im Blütenmeer. (A. Hermann-Meier)



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