30. März 2009, Städte Niedersachsen

Viele neue Attraktionen im Zoo Hannover

Eine verlassene Wüstenburg am Rande der Sahara, ein uraltes Blockhaus am Yukon Trail in Kanada, ein Nasenbär, der Drogenhunden Konkurrenz macht, Geier mit Punktlandungs-Qualitäten – der Erlebnis-Zoo Hannover präsentiert beeindruckende neue Anlagen und tierische Attraktionen!

NEU: Sahara mit Kasbah
Mitten im Zoo ist in dreimonatiger Bauzeit ein neues Wahrzeichen entstanden. Aït Benhaddou, die berühmte marokkanische Kasbah, Weltkulturerbe und Filmkulisse für Lawrence von Arabien, war das Vorbild für die verlassene Wüstenburg mit einem beeindruckenden Festungsturm, die sich jetzt, warm rötlich schimmernd, wind- und wettergegerbt, wie eine Fata Morgana über dem Wüstensand der Addax-Anlage im Zoo erhebt.

Vor dieser atemberaubenden Kulisse stolzieren majestätisch weiße Antilopen: Addax – die natürlichen Bewohner der geheimnisvoll schönen Wüste. Die weißen Addax sind faszinierende Antilopen. Perfekt angepasst an ein Leben in der Wüste in erbarmungslosen 50 Grad. Ein paar Kräuter und Gräser reichen ihnen zum Überleben. Monatelang können Addax ohne Wasser auskommen, spüren aber dennoch, wenn es irgendwo – selbst bis zu 200 Kilometer entfernt – in der Wüste regnet. Dann machen sie sich auf den Weg, um das frische Grün zu fressen, das auf den Regen folgt.

Und dennoch haben Addax ein Problem: Sie sind trotz ihrer langen, gewundenen Hörner eher unscheinbar. Kaum jemand nimmt von den edlen weißen Antilopen Notiz. Sollte man aber und zwar sofort – so lange es die Addax noch gibt! Die Antilopen kämpfen in der Wüste nicht nur gegen Hitze und Durst, sie kämpfen vor allem ums Überleben. Im gesamten Sahara-Raum gibt es weniger als 500 freilebende Addax, in den meisten Sahara-Staaten gilt die Wüstenantilope bereits als ausgestorben.

„Wir wollen das Interesse für diese kostbaren Tiere wecken“, erklärt Zoodirektor Klaus-Michael Machens. „Der Magie der neuen Sahara-Anlage kann sich niemand entziehen, und die Aufmerksamkeit der Zoobesucher wird automatisch auf die Addax und ihre Mitbewohner, die nicht weniger bedrohten Somali-Wildesel, gelenkt.“

Seit 1985 wildert der Zoo Addax in Tunesien und Marokko wieder aus und engagiert sich gemeinsam mit Zoos aus aller Welt dafür, die seltenen Antilopen in freier Wildbahn vor dem Aussterben zu bewahren. 83 Addax aus Hannover und Europa leben heute bereits wieder in Nationalparks in der Sahara. Über die Anstrengungen, die der Zoo unternimmt, um die Tiere vor dem Aussterben zu bewahren, wird demnächst im neuen Sahara Conservation Center informiert.

NEU: Visitor Information Center
Ein uraltes Blockhaus aus dicken Baumstämmen, die sich mit zwei Armen nicht umfassen lassen, steht direkt am Yukon Trail. Hier lebte einst Wilhelm „Digger Billy“ Backhaus, der Begründer des Hafenstädtchens Yukon Bay. Die urige Hütte mit Küche, Werkstatt und Wohnraum des Goldgräbers ist heute das „Visitor Information Center“ von Yukon Bay!

Das Visitor Information Center ist mit echt kanadischem Dekor ausgestattet – mit Fellen und Geweihen, Büchern und Bildern, Schneeschuhen und Fahnen aus dem Yukon Territory. Auf großen Flachbildschirmen und in wechselnden Fotoausstellungen wird hier die Schönheit des Yukon Territory gezeigt – die Sehenswürdigkeiten und die beeindruckende Natur mit Seen, Bergen, tiefen Wäldern, Karibus, Bären und Wölfen. Für Reiselustige gibt es auch gleich Informationsmaterial für den Flug nach Kanada ins Yukon Territory!

Tipp: In Kanada ist man längst auf das Yukon Territory im Kleinformat aufmerksam geworden – ein Teil der Landkarte, die im Visitor Information Center erhältlich ist, ist Yukon Bay in Hannover gewidmet!

Echt amerikanisch: Im Information Center, in Digger Billys ehemaliger Küche, wird in „Yukon’s First Illy Coffee Shop“ der köstliche Espresso und Cappuccino der renommierten italienischen Kaffeemarke angeboten – zum Aufwärmen und natürlich „to go“.

NEU: Grasgeflüster in der Showarena
Manolo ist der neue Star in der Showarena. Der Nasenbär mit der Super-Spürnase ist auf der Suche nach einem besonderen Gras. Das „Gras“ wird in einem Röhrchen in einem großen Taschen-Haufen versteckt, und schon legt der Meister-Schnüffler los. Gegen Manolos Fahndungsmethode wirkt eine Drogenhunde-Razzia wie der Besuch der örtlichen Hundeschule im Gewürzbasar. Unbeirrbar schnüffelt, näselt, schnuppert der wuselige Nasenbär an allen Taschen, steckt seinen Riecher in jede Ritze, buddelt sich von oben bis unten durch bis die Metallröhre gefunden ist. Triumphierend reckt Manolo die Spürnase in die Höhe!

830 Plätze bietet die Showarena. Beim Biologieunterricht der besonderen Art lernen die Zoobesuchern (ohne es zu merken), dass Nasenbären sich nicht auf ihre Augen, sondern allein auf die lange Nase verlassen. Im südamerikanischen Regenwald gehen sie mit ihrem feinen Riecher auf Nahrungssuche.

„Tiere zu erleben ist die intensivste und nachhaltigste Form des Lernens“, erklärt Zoodirektor Machens das Konzept der Shows, „der Zoo vermittelt Wissen über die Tiere, ihre Biologie und ihre Schützenswürdigkeit daher mit Spannung und Spaß.“

NEU: Geier-Landeplatz
Die Showstars Tristan und Isolde verlangen von ihren Fans eine gewisse Standfestigkeit. Sie landen punktgenau auf dem Rücken eines Besuchers! Die heute sieben Kilogramm schweren Gänsegeier wurden von den Tiertrainern liebevoll groß gezogen, nachdem die eigentlichen Geier-Eltern von ihren Geier-Eiern nichts wissen wollten. Mit viel Geduld brachten die Trainer ihren Schützlingen zunächst das Flattern, dann das Fliegen bei. Die Geier machen Wind wie ein startender Helikopter und rennen ungelenk über den Boden, bevor sie sich mit ihren 280 cm Spannweite in die Lüfte schwingen. Nach all den Anstrengungen ist der Flug auf den Rücken der Besucher ein eleganter Luft-Sprung mit butterweicher Landung. Unbedingt ausprobieren – einmal live unter Geiern sein!

NEU: Von Nashorn zu Gorilla
Der Gorillaberg gehört jetzt zu Afrika! Bislang lag die Erlebniswelt „Gorillaberg“ am Ende des Zoorundgangs. Genau da liegt aber auch der Abenteuerspielplatz „Die Brodelburg“, und der beendete den Zoospaziergang für so manche Besucherfamilie – ohne Ausflug auf den Gorillaberg.

Der neue Weg führt in der Afrikalandschaft Sambesi von der oberen Nashornplattform hinunter zu den Schimpansen, vorbei am idyllischen Strand der Watvögel, zu den Orang-Utans, den Gibbons und schließlich über den Evolutionspfad auf den Berg der Gorillas. Der Rundweg endet wieder am Sambesi in der Trommel-Lodge bei den Giraffen.

Tipp: Seite an Seite mit den Menschenaffen! Viel Spaß mit dem neuen Fotopoint bei den Schimpansen.

NEU: Seelöwen-Schule
Die Show der Meere hat zwei neue Jung-Stars: Pamela und Summer heißen die beiden talentierten Seelöwen-Mädchen, die jetzt in die „Seelöwen-Schule“ gehen und das große Einmaleins des Showbusiness lernen. Den ganzen Winter über haben die Tierpfleger mit den beiden trainiert und ihr Vertrauen gewonnen. Lektion 1 – „Ich soll meinen Trainer nicht beißen, er ist kein Seelöwe“ – beherrschen die Seelöwen-Mädchen bereits bestens.

Aber wie bringt man einem Seelöwen Tischmanieren bei? Wie bittet man ein Meeresraubtier, aus dem Wasser zu springen und mit der Nase einen Ball zu berühren? Vor lauter Lebenslust einen Salto zu schlagen?

Die kleinen Trainingserfolge können Zoobesucher in der Seelöwen-Schule jetzt live mit miterleben. Täglich wird mit Summer und Pamela trainiert – außerhalb der üblichen Showzeiten. Am besten einfach mal vorbeischauen.

Tipp: Die älteren Seelöwen trainieren bereits für Yukon Bay! Es kann durchaus sein, dass Sie einem Seelöwen beim Spaziergang im Zoo begegnen.

NEU: Meyers Traumküche
Der große Küchenumbau ist vollendet – im Gasthaus Meyer im Erlebnis-Zoo Hannover wird jetzt noch schneller, besser und frischer gekocht. In dem historischen Fachwerkgebäude glänzt eine High-Tech-Profi-Küche, bei der Chefkoch Alexander Walter ins Schwärmen gerät.

Die neue Küchentechnik mit 14 Induktionsplatten, vier Grillplatten und vier Konvektomaten ermöglicht es, die Speisen noch schneller frisch zuzubereiten – und energiesparender. Durch die kurze Reaktions- und Vorwärmzeit der Induktionsplatten kann jetzt ohne Energieverlust schnell und auf den Punkt gebraten und gekocht werden.

Bis zu 1.400 individuelle Essen à la carte – von der niedersächsischen Hochzeitssuppe über frische Reibekuchen, hausgebeizten Lachs, Heidschnuckenknipp bis Kaninchenrückenfilet – werden im Gasthaus Meyer pro Tag, während der Zoo-Öffnungszeiten und im anschließenden Abendgeschäft frisch zubereitet. Alle verwendeten Produkte kommen aus der umliegenden Region – ob Wild-Produkte vom Jagdschloss Springe, Heidschnucken aus der Lüneburger Heide oder Spargel aus Burgdorf.

Zehn Köchinnen und Köche sowie sieben Auszubildende jonglieren in der 120 m² großen High-Tech-Küche mit Töpfen und Pfannen. Zubereitet werden nicht nur die regionalen Spezialitäten für das Gasthaus, sondern auch sämtliche Büffets für Abendveranstaltungen im Zoo, in der Festscheune auf Meyers Hof, im Prunksaal des Maharadschas im Dschungelpalast und im Café Kifaru, am Ufer des Sambesi.

NEU: Nachwuchs bei den Thüringer Waldziegen
Schokoladenbraune Farbe, eine ausgeprägte Gesichtsmaske, weißgesäumte Stehohren: Bine & Maja und Susanna & Johanna heißen die vier niedlichen Thüringer Waldziegen-Zwillinge, die am 11. und 12. März geboren wurden. Bine & Maja und Susanna & Johanna gehören zu einer besonders bedrohten Ziegenart. In ganz Norddeutschland leben nur noch 50 Exemplare dieser Ziegen. Die Tiere gelten als besonders robust und widerstandsfähig. Im rauen Klima des Thüringerwaldes werden sie in Lagen bis 1000 Meter Höhe gehalten.

Noch eine gute Nachricht: Die Eintrittspreise werden nicht erhöht!
Die Zoo-Saison 2009 bietet viele neue Attraktionen. Trotz erheblicher Steigerungsraten bei nahezu allen Kosten werden die Eintrittspreise zur Sommersaison 2009 nicht erhöht! Das Tagesticket kostet weiterhin für Erwachsene 19,50 €, für Kinder 13,50 €. Die günstige Zoo-Jahreskarte gibt es für Familien weiterhin für nur 149 €, für Erwachsene für 69 € und für Kinder für 47 €. (Tourismusmarketing Niedersachsen)



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