25. April 2009, Zypern

Auf den Handelrouten der Venezianer Zypern entdecken

Auf den Spuren der alten Venezianer: Zwischen Pano Panagia und Foini im westlichen Troodos-Gebirge finden Besucher Zeugnisse aus dem 16. Jahrhundert: Drei venezianische, idyllisch in die Landschaft eingefügte Brücken dienten damals als Verbindungen bedeutender Handelsrouten auf Zypern. Die Waren wurden von Kamelen aus dem Norden der Insel zu den Häfen im Süden geliefert. Heutzutage gelten die alten Transportwege entlang der Flüsse Xeros und Diarazos aus der Zeit von 1489 bis 1571 nach Christus als beliebte Wanderstrecken.

Einer der Wanderwege führt zu allen drei historischen Bauwerken: Die Wanderung beginnt an der Roudia Brücke im Xeros-Tal. Mit einer Länge von 2,80 Metern und einer Bogenspannweite von zehn Metern ist sie die größte der drei Brücken. In der Nähe der in den 1970er Jahren restaurierten Roudia Brücke haben Urlauber die Gelegenheit, die Ruine eines alten Aquädukts zu bestaunen. Der Pfad führt anschließend durch den Wald über die Berge Richtung Pera Vasa, wo ein romantischer Picknickplatz zur Rast einlädt. Frisch gestärkt und mit Aussicht auf den Arminou Stausee geht es weiter in Richtung des Flusses Diarizos. Kurz vor dem Zulauf des Diarizos in den Arminou Staudamm steht mitten im Wald die mittlere der drei Brücken – die Kelefos-Brücke. Weiter entlang des Diarizos führt der Weg zur Elia-Brücke, von der Wanderer einen traumhaften Blick über das Tal genießen. Wander- und Naturlehrpfade laden ein, die eindrucksvollen Natur- und Kulturschätze im Nationalpark des Troodos-Gebirges zu entdecken.

Zypern galt durch seine Lage im östlichen Mittelmeerraum bereits in der Antike als bedeutender strategischer Handelsstützpunkt. Zunächst zählten Weizen und Gerste zu den wichtigsten Exportgütern, anschließend handelte das Eiland mit Salz aus den Salinen von Larnaka. Hinzu kamen lukrative Kulturpflanzen wie Zuckerrohr und Baumwolle sowie der berühmte süße Wein Commandaria und hochwertige Stoffe. (Fremdenverkehrszentrale Zypern)



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