Düsseldorf Airport eröffnet den größten Hangar NRWs

Vor 30 Jahren startete der erste Flug der Air Berlin, 1991 kam die Fluggesellschaft erstmals nach Düsseldorf. Inzwischen verbindet sie die Landeshauptstadt mit rund 100 Zielen weltweit und führt in Düsseldorf täglich mehr als 140 Flüge durch. Mit 6,6 Millionen Passagieren im vergangenen Jahr ist die Air Berlin-Gruppe die bei weitem größte Fluggesellschaft am Airport der Landeshauptstadt. Darüber hinaus ist Düsseldorf das bedeutendste Drehkreuz der Air Berlin. Derzeit beschäftigt die Fluggesellschaft am Standort Düsseldorf insgesamt etwa 2.700 Mitarbeiter. Ab dem 5. Mai nutzt die Airline den neuen Hangar für die Wartung ihrer Flotte und hat Düsseldorf damit zu ihrem größten Wartungsstandort ausgebaut. Der Hangar befindet sich östlich des Terminals und bietet Platz für bis zu drei Großraumflugzeuge. Für die Düsseldorfer Flughafengesellschaft war seine Errichtung das größte Bauprojekt nach der Terminalerweiterung „airport 2000 plus“, die im Jahr 2003 abgeschlossen wurde.

Bedeutung der Air Berlin für Nordrhein-Westfalen gewürdigt
NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben stellte die Bedeutung der Air Berlin für das bevölkerungsreichste Bundesland dar und betonte, dass die internationale Luftverkehrsanbindung Nordrhein-Westfalens einen sehr hohen Stellenwert habe. Die Ministerin sagte: „Investoren aus Amerika, den Arabischen Staaten oder Asien achten sehr genau darauf, wie Standorte in Europa erreichbar sind und wie Standorte innerhalb Europas vernetzt sind. Mit ihrem weltweiten Streckennetz leistet unter anderem die Air Berlin dazu in Düsseldorf einen wichtigen Beitrag.“ Sie fuhr fort: „Ich begrüße die Entwicklung der Flughafeninfrastruktur, zum Beispiel dieses Hangars, und die Weiterentwicklung des internationalen Streckennetzes in Düsseldorf. Dies ist ein wichtiger Beitrag dazu, dass NRW im weltweiten Wettbewerb der Standorte erfolgreich sein kann.“

„Dieser Flughafen ist der größte Standort und das wichtigste Drehkreuz für Air Berlin im Kurz-, Mittel- und Langstreckenverkehr, und darauf sind wir Düsseldorfer sehr stolz“, betonte Oberbürgermeister Dirk Elbers. Mit Blick auf den neuen Wartungsschwerpunkt sagte er: „Das Geschäft mit der Flugzeugwartung wird mit diesem Hangar in eine neue Größenordnung wachsen. Das sind hochqualifizierte Arbeitsplätze, die wir in Düsseldorf gut gebrauchen können. Die Air Berlin setzt damit ein deutliches Zeichen für ihre Zukunftspläne.“

Air Berlin-CEO Joachim Hunold: „Düsseldorf ist nicht nur unser größter Wartungsstandort. Insgesamt sichern wir an unserem wichtigsten Drehkreuz rund 2.700 Arbeitsplätze am Boden und in der Luft. Das zeigt, dass wir auf den Standort Düsseldorf vertrauen. Wie wichtig es uns ist, hier präsent zu sein, zeigt sich nicht nur durch unseren Einzug in den größten Flugzeughangar Nordrhein-Westfalens. Es zeigt sich auch im Kleinen: Bereits im letzten Jahr haben wir beispielsweise die Zahl der Auszubildenden allein im technischen Bereich mehr als verdoppelt und rund 40 weitere Mitarbeiter neu eingestellt.“

Christoph Blume, Sprecher der Flughafengeschäftsführung, erläuterte dass Air Berlin ab Düsseldorf die meisten und die fernsten Ziele anfliegt – zum Beispiel Los Angeles oder Bangkok – und in den letzten Jahren überdurchschnittlich gewachsen sei. Mit Blick auf das Air Berlin-Drehkreuz sagte er: „Nirgendwo sonst ist die Verknüpfung zwischen Mittel- und Langstrecke der Air Berlin-Gruppe so entwickelt wie hier in Düsseldorf. Wir sehen in dem Ausbau des Wartungsschwerpunktes ein langfristiges Bekenntnis zum Standort Düsseldorf.“ Blume überreichte Hunold den Schlüssel für den Hangar – und mit dem Einrollen eines Air Berlin-Flugzeugs vom Typ Airbus A330 wurde die Halle offiziell eingeweiht.

Hangar ist mit modernster Technik ausgestattet
Nach rund 16 Monaten Bauzeit erfolgte die Fertigstellung der Flugzeughalle 7 entsprechend dem Zeitplan Mitte April. Auf der Baustelle und am Projekt waren zu Spitzenzeiten rund 200 Beschäftigte tätig und beteiligt. Die Gesamtkosten für das Projekt, das von einer Arbeitsgemeinschaft unter der Federführung der Ed. Züblin AG und der Claus Queck GmbH durchgeführt wurde, belaufen sich auf etwa 65 Millionen Euro.

Die Flugzeughalle 7 besteht aus einer Stahlkonstruktion mit Kastenpaneelbekleidung; im Torbereich ist entsprechend der Radarverträglichkeit eine Verkleidung aus Polycarbonat gewählt worden. Die Abmessungen des Hangars betragen circa 220 Meter in der Länge und 90 Meter in der Tiefe. Drei Langstreckenflugzeuge zum Beispiel des Typs A340-600 oder Boeing 787 Dreamliner finden dort zeitgleich Platz. Dazu gibt es einen zweigeschossigen Anbau für Lager- sowie Aufenthalts- und Sozialräume über zwei Ebenen sowie einen viergeschossigen Büroanbau mit Technikbereich im Keller.

Die Halle verfügt über modernste Technik: beispielsweise über zwei Kranbahnanlagen zum Transport von Trieb- und Leitwerken, über fünf Versorgungsschächte für die Technik – die so genannten Floor Pits –, ein Heizsystem in Kombination mit Fußbodenheizung und Torluftkanal und über modernste Brandschutztechnik mit flächendeckenden Schaumlöschanlagen. Auch dem Thema Energieersparnis wurde Rechnung getragen. Auf dem Dach des Hangars befindet sich eine 1.269 Quadratmeter große Photovoltaikanlage, die bereits Ende 2008 in Betrieb ging. Über einen Zeitraum von 20 Jahren können dadurch bis zu 2.737.442 kWh in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Bis zu 2.475 Tonnen CO2 werden auf diese Art eingespart. (airport düsseldorf)



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