Hausbooturlaub auf dem Schweriner See

Frischer Wind um die Nase, Sonnenbaden an Deck und der eigene Kapitän sein: Seit Anfang April schaukeln die romantischen Hausboote von „Kuhnle Tours“ sanft am Anleger der „Weißen Flotte“, direkt gegenüber des Schweriner Märchenschlosses. Die Boote bieten Platz für die ganze Familie, den Freundeskreis oder auch für Angler. Einen Führerschein brauchen die Freizeitkapitäne nicht. Nach einer Einweisung in die Technik kann das gesamte Wasserrevier zwischen Dömitz, Schwerin und Fürstenberg mit einer Charterbescheinigung befahren werden.

An der neuen Hausboot-Station in Schwerin ankern die Bootsherren nur wenige Gehminuten entfernt von der historischen Altstadt mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten als auch vom Gelände der Bundesgartenschau, die bis zum 11. Oktober zu einem Bummel durch die sieben Gärten einlädt. Dabei bleibt es jedem selbst überlassen, die Tage mit einem prall gefüllten Kultur- und Veranstaltungskalender in der ehemaligen Residenzstadt zu verbringen oder den Schweriner See – Deutschlands drittgrößten – mit seinen umliegenden Badebuchten und zahlreichen Anlegestellen zu entdecken. Neben der ursprünglichen Natur bezaubern rund um Schwerin alte Gutshäuser und Schlösser, Festungen und Burgruinen, idyllische Dörfer und knarrende Mühlen.
Die Wasserwege, die von Schwerin aus erkundet werden können, sind von bunten Farben bestimmt: gelbe Rapsfelder, grüne Wiesen und Wälder sowie rote Backsteinhäuser. Nicht zu vergessen: Das blaue Band Mecklenburgs, die Müritz-Elde-Wasserstraße, die an ihrer Mündung in die Elbe bei Dömitz beginnt und in Buchholz am Müritzsee, dem südlichen Ausläufer der Müritz endet. Die Wasserstraße verläuft mal als Kanal, mal windet sie sich auf dem Weg von den Mecklenburgischen Oberseen bis zur Elbe und benutzt dabei das alte Flussbett der Elde.

Törnvorschlag: Die Westroute
Über den Störkanal erreichen Gäste das Elde-Dreieck, wo sie die Qual der Wahl haben. Entweder können sie weiter in Richtung Mecklenburgische Großseen schippern oder in Richtung Elbmündung: Bis nach Grabow führt die Müritz-Elde-Wasserstraße durch die Lewitz, ein ursprüngliches Landschaftsschutzgebiet. Die Landschaft bis Neu Kaliß trägt den Namen „Griese Gegend“: Heidelandschaften, kleinere Wasserläufe und stille Kiefernwälder prägen hier das Bild. Auf dem Törn auf der Müritz-Elde-Wasserstraße in Richtung Dömitz begegnen die Skipper zahlreichen Dörfern und Städten mit ihren Sehenswürdigkeiten. Festungen und Wehranlagen, Fachwerkgiebel- und Traufenhäuser, Zugbrücken und Wassermühlen und nicht zuletzt das Ludwigsluster Schloss (mit dem Bordfahrrad zu erreichen) im größten Schlosspark Mecklenburgs lohnen den Landgang. Überall erwarten gut ausgebaute Anleger und Marinas die Urlauber. Aber auch wer Flora und Fauna sucht, wird fündig. Er entdeckt hier neben dem Weißstorch zahlreiche heimische Tierarten, denn der westlichste Teil der Müritz-Elde-Wasserstraße gehört zum Elbtal mit seinen großen Feuchtgebieten bis hinunter nach Dömitz.

Auf der Ostroute zur Müritz schippern
Von Schwerin aus in Richtung Osten windet sich die schmale Müritz-Elde-Wasserstraße in sanften Biegungen bis zu den Mecklenburgischen Großseen. Kleine, sehr ruhige Anlegemöglichkeiten gibt es hier, stille und gemütliche Dörfer freuen sich über einen Besuch, aber auch Städte wie Lübz mit einer eigenen Brauerei liegen am Wasserweg. Nach 20 Kilometern und Feldern und Wäldern am Ufer sind in Plau die Mecklenburgischen Großseen erreicht. Das Hafenstädtchen lockt mit Fischrestaurants direkt am Wasser und lädt zum Bummeln ein. (TV Mecklenburg-Vorpommern)



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