4. Mai 2009, Flughafen Hamburg

Bienen ermitteln Schadstoffe in der Luft

Am Hamburg Airport sind wieder die Biodetektive unterwegs: Sechs Bienenvölker haben in diesem Sommer ihren Stützpunkt in der Nähe der Start- und Landebahnen. Die insgesamt 80.000 bis 120.000 fleißigen Honigsammler werden durch Flughafen-Imker Ingo Fehr und Axel Schmidt, Leiter der Umweltabteilung am Hamburg Airport betreut. Bereits im zehnten Jahr untersucht der Flughafen Hamburg die Luftqualität rund um den Airport. Und so funktioniert der Test: Eine eventuelle Belastung der Pflanzen, die auf und in der Nähe des Flughafens blühen, lässt Rückschlüsse auf die Sauberkeit der Luft zu. Wenn eine Biene in die Umgebung ausschwirrt und Nektar und Pollen der Pflanzen sammelt, können aufgenommene Schadstoffe später im Honig nachgewiesen werden.

Hamburg Airport ist Vorreiter beim Bio-Monitoring
Das sogenannte Bio-Monitoring mit Bienen hat sich am Hamburg Airport bereits bewährt. Erstmals im Jahr 1999 stellte der Flughafen Hamburg Bienenvölker zur Schadstoffermittlung auf und war damit der erste Airport europaweit, der sich dieser Idee bediente. Mittlerweile sind weitere deutsche und europäische Flughäfen diesem Beispiel gefolgt. „In den Untersuchungen der letzten Jahre war der Honig lebensmitteltechnisch stets einwandfrei. Die Luft am und um den Hamburg Airport ist sauber und hat eine sehr hohe Qualität“, so Axel Schmidt, Leiter der Umweltabteilung am Hamburg Airport. In den vergangenen Jahren wurden regelmäßig fünf bis sechs Bienenvölker am Flughafen aufgestellt, die Ernte betrug im Schnitt 150 Kilo Honig. Für ein Kilo Honig sind drei Kg Nektar notwendig, dazu müssen die Bienen auf circa. 150.000 Flügen 15 Millionen Blüten besuchen. Der köstliche, sortenreiche Flughafen-Honig wird zu besonderen Anlässen als Präsent ausgegeben. (hamburg airport)



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