12. Mai 2009, Jordanien

Jordanien: Papst reist ab

Im Beisein des jordanischen Königs Abdullah II. und Königin Rania ist Papst Benedikt XVI. heute Vormittag von Amman mit einem Flug der Linie Royal Jordanian in Richtung Jerusalem aufgebrochen. In seiner Abschiedsrede dankte König Abdullah II. dem Oberhaupt der Katholischen Kirche für den Besuch seines Landes und unterstrich die Wichtigkeit, den begonnenen Dialog über gegenseitigen Respekt fortzusetzen und zu vertiefen.

Bereits am vergangenen Samstag, den 09. Mai 2009, während seines Besuches der größten jordanischen Moschee, hatte der Papst seinen „tiefen Respekt“ vor dem Islam betont und zur Versöhnung beider Religionen aufgerufen.

Auch die Tourismusministerin H.E. Maha Khatib würdigt den Besuch des Staatsgast aus dem Vatikan, von dem sich das Land langfristig viel erhofft: “Wir schätzen den Besuch des Heligen Vaters sehr und wir fühlen uns geehrt, dass der Papst Jordanien als Beispiel hervorhebt, wie Muslime und Christen friedlichen nebeneinander koexistieren und als gleichberechtigte Bürger zusammen leben. Jordanien ist ein sicheres und offenes Land, das sich in den letzten drei Tagen der Weltöffentlichkeit präsentieren konnte. Wir sind daher sehr optimistisch und erwarten aus dieser Präsentation den Nutzen, bald mehr Besucher in Jordanien willkommen heißen zu können.“

Insbesondere christliche Pilger möchte das Königreich am Roten Meer für sich begeistern, denn Jordanien besitzt eine Vielzahl an biblischen Stätten, von denen viele bereits im Alten Testament Erwähnung finden. Nach den Erzählungen der Propheten Abraham, Hiob und Moses soll sich sogar Gott hier zum ersten Mal den Menschen offenbart haben. Hier erstarrte Lots Frau zur Salzsäule, stieg Elias in den Himmel auf und blickte Moses über das Heilige Land.

Ebenfalls finden sich im heutigen Jordanien einige der ältesten christlichen Kirchen der Welt: In Bethanien etwa kann man die Überreste von Gotteshäusern aus dem 2. und 3. Jahrhundert nach Christus bestaunen. Erst 1996 wurde der genaue Ort des Lebens und Wirkens von Johannes dem Täufer und somit auch die Taufstätte Jesu zweifelsfrei auf jordanischem Boden identifiziert. Die Stelle findet zahlreich Erwähnung in der Bibel und gilt als einer der heiligsten Stätten des Christentums.

Genau diese Vielfalt an biblischer Vergangenheit möchte Nayef H. Al-Fayez, Managing Director des Jordan Toursim Board, hervorheben: “Wir fühlen uns geehrt, dass wir den Heiligen Vater in Jordanien empfangen durften und sind stolz darauf, dass er als Pilgervater ins Heilige Land kam. Wir sehen im Besuch des Heiligen Vaters eine starke Anerkennung der zahlreichen biblischen Stätten Jordaniens. Jordanien ist Teil des Heiligen Landes und das Land der Bibel, wo große geschichtliche Ereignisse stattgefunden haben an Orten wie der Taufstätte Jesu am Jordan, Berg Nebo, Aarons Grab oder Mukawir, wo Johannes der Täufer enthauptet wurde. Wir laden die Pilger aus aller Welt ein, nach Jordanien zu kommen und dieses heilige Land selbst zu erleben.“ (kprn)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: