13. Mai 2009, Reisereportagen

Lissabons schönste Natur

Lissabon bietet neben zahlreichen Kultur- und Einkaufsangeboten auch eine Vielzahl von Gärten, Parkanlagen und Aussichtspunkten, die zum Entspannen und Verweilen einladen. Besuchern der „Miradouros“ eröffnet sich zudem eine neue Facette von Portugals Hauptstadt: Über diese in der ganzen Stadt verteilten Aussichtsplattformen kann man Lissabon von oben entdecken.

Auf fast 2.000 Hektar Grünfläche bietet Lissabon seinen Gästen Erholung vom Trubel der Großstadt: Ideal für alle, die eine kleine Verschnaufpause von der Städtetour oder dem Einkaufsbummel einlegen möchten. Für Liebhaber von Exotischem gibt es neben klassischen Grünanlagen, wie dem großzügigen Parque Florestal de Monsanto, auch eine Vielzahl botanischer Gärten zu entdecken.

Wer zur Entspannung lieber in luftige Höhen aufsteigt und noch dazu eine fantastische Aussicht genießen möchte, für den ist ein Besuch der sogenannten „Miradouros“ ein absolutes Muss. Diese Aussichtspunkte finden sich in ganz Lissabon und offenbaren ihren Besuchern einen einzigartigen Eindruck der Stadt.

Miradouros – fantastische Aussicht und interessante Geschichten
Der sicherlich eindrucksvollste und bekannteste Miradouro befindet sich im Castelo de São Jorge. Von den Zinnen dieser altertümlichen Festungsanlage hat man eine spektakuläre Aussicht über Lissabon und den Fluss Tejo, an dem die portugiesische Hauptstadt liegt. Zudem haben die hohen Mauern viele Geschichten zu erzählen: Einst besiegte hier König Alfons I. im 12. Jahrhundert die Mauren und gliederte Lissabon in das noch junge Königreich Portugal ein.

Gleich in der Nachbarschaft liegt der Miradouro de Santa Luzia. Eingerahmt von einer kleinen Gartenanlage und von Weinreben überwuchert kann man von hier einen Blick über das älteste und schönste Viertel Lissabons, die Alfama, genießen. Seinen Name erhielt dieser Miradouro von der nahen Kirche „Igreja de Santa Luzia“.

Etwas weiter nordöstlich, im Viertel Graça, erhebt sich ein ganz besonderer Aussichtspunkt über der Stadt. Der Miradouro da Nossa do Monte ist gleichzeitig Wallfahrtsort: Eine Marienstatue und eine Kappelle ziehen Gläubige an – denn die Legende besagt, dass schwangere Frauen, die sich auf den steinernen Thron im Inneren der Kappelle setzen, eine leichte Geburt haben werden.

Parkanlagen und botanische Gärten
Am nördlichen Ende der bekanntesten und teuersten Einkaufstrasse Lissabons, der Avenida da Liberdade, erstreckt sich der Parque Eduardo VII. auf 400.000 Quadratmetern. Damit ist der Park die zweitgrößte grüne Erholungsfläche Lissabons. Seinen Namen trägt der Park seit dem Besuch des englischen Königs Edward VII. 1903, dem zu Ehren die Stadt den ehemaligen Palastgarten umbenannte. Vom oberen Teil des Parks hat man eine schöne Aussicht auf die Lissabonner „Champs Elysees“.

Fünfmal so groß – damit die grüne Lunge Lissabons – ist der Parque Florestal de Monsanto. Im Westen der Stadt und unweit des Zentrums gelegen, trifft man in dieser großzügigen Parkanlage überwiegend Einheimische beim Grillen, Picknicken oder Joggen. Aber bei einer Größe von 800 Hektar findet hier jeder ein ruhiges Plätzchen. Gleichzeitig liegt der Monsanto Park auf dem höchsten Punkt der Stadt, daher finden sich hier auch zahlreiche Aussichtsplattformen.

Etwas exotischer geht es ein wenig abseits der Prachtallee Avenida da Libertade zu: Hier liegt der Jardim Botânico, der zur Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universidade Clássica de Lisboa gehört und einer der bedeutendsten botanischen Gärten Europas ist. Fernab vom hektischen Treiben der Stadt und umgeben von Pflanzen aus aller Welt kann hier der müde Tourist neue Kraft tanken.

Viele weitere Grünflächen laden ebenfalls zum Verweilen ein. Die komplette Liste mit Beschreibung und Anfahrtsweg kann man auf www.visitlisboa.com abrufen. (Kleber)



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