14. Mai 2009, Peru

Cao-Museum in Peru eröffnet

Anfang April hat die Wiese-Stiftung im Rahmen des Vertrags mit dem Nationalen Kulturinstitut das Cao-Museum in der Ausgrabungsstätte El Brujo eröffnet. El Brujo liegt 70 Kilometer von Trujillo entfernt im Distrikt Magdalena de Cao und ist die letzte Ruhestätte einer Herrscherin der Moche-Kultur, der Señora de Cao. Ihre Mumie wurde 2005 in perfekt erhaltenem Zustand entdeckt und erweckte das Interesse von Archäologen aus aller Welt.

Das Cao-Museum lässt eine lange Reihe kultureller Entwicklungen aus 5.000 Jahren ununterbrochener Besiedelung wieder aufleben – denn obwohl die Ausstellungsstücke allesamt aus verschiedenen Epochen stammen, haben alle ihren Ursprung in diesem Gebiet.

Die Señora de Cao war eine Herrscherin der Moche-Kultur. Im Jahr 2005 wurde ihre Mumie in der Cao-Pyramide gefunden, einer eigens für die Herrscherin errichteten Grabstätte. Ihr Alter zum Todeszeitpunkt wird auf ungefähr 20 Jahre geschätzt. Dank ihres perfekt erhaltenen Zustands war es Wissenschaftlern möglich, wertvolle Informationen über diese Epoche zu erlangen.

Bevor die echte Señora de Cao ihren endgültigen Platz im Museum gefunden hat, war als gemeinsames Projekt der Wiese-Stiftung und von PromPerú eine Replika auf wichtigen internationalen Tourismusmessen in London, Stuttgart, Mailand, Madrid und Berlin ausgestellt worden, um für die Moche-Route im Norden Perus zu werben.

Die Moche-Kultur, die zwischen dem 1. und 8. Jahrhundert in Peru anzutreffen war, ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Wiese-Stiftung, dank derer die Eröffnung des Museums möglich war. Sie widmet sich seit Beginn der Zusammenarbeit mit dem Nationalen Kulturinstitut im Jahre 1990 unermüdlich dem Denkmalschutz und der Denkmalpflege. Zahlreiche peruanische und ausländische Unternehmen konnten durch die Stiftung für den nachhaltigen Umgang mit archäologischem Erbe gewonnen werden.

Neben der Ausstellung der bei den Ausgrabungen entdeckten Schätze liegt das Ziel des Cao-Museums darin, die lokale Bevölkerung am Tourismus teilhaben zu lassen – sowohl durch die Ausstellung selbst als auch durch den Verkauf regionaler Produkte im Museums-Shop. Die Initiatoren schaffen so einen Mehrwert zugunsten der lokalen Gemeinden. (ags)



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