Studie: Schweinegrippe stoppt nicht die Urlaubslust

Aufatmen in der Touristikbranche: Laut einer aktuellen Studie des Institut für Management und Tourismus der FH Westküste (IMT) trübt die Sorge um eine mögliche Pandemie der Schweinegrippe die Urlaubslust der Deutschen nicht so stark wie befürchtet. 79,2 Prozent der Deutschen geben an, dass die Schweinegrippe ihre Urlaubsplanung eher nicht oder gar nicht beeinflusst.

Stadtbevölkerung sorgloser
Die vom 29. April bis 5. Mai 2009 vom IMT beauftragte telefonische Repräsentativbefragung von 1000 Personen ab 14 Jahren in Deutschland ergab darüber hinaus interessante Gesichtspunkte: So sind Männer durchschnittlich überzeugter als Frauen, dass eine mögliche Ausbreitung der Schweinegrippe keinerlei Einfluss auf ihre Urlaubsplanung nimmt. Auch im Vergleich der Bundesländer zeigen sich Unterschiede: Während die Bewohner von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt mit 78,6 Prozent an erster Stelle der „unbeirrbaren Reiseplaner“ sind, zeigt sich die bayerische Bevölkerung eher verhalten. Hier sind nur 53,6 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Sorge um die Schweinegrippe ihre Urlaubsplanung gar nicht beeinflusst. Interessant auch, dass sich die Stadtbevölkerung sorgenfreier mit der Thematik der Schweinegrippe befasst, während die Landbevölkerung hier eher als noch „unsicher“ eingestuft werden kann.

Urlaub lieber in Deutschland machen
Die Ergebnisse der Studie, die das Marktforschungsunternehmen Ipsos in Mölln für IMT durchführte, zeigen desweiteren, dass 18,9 Prozent der Deutschen ihren Urlaub aufgrund der Sorge um eine mögliche Ausbreitung der Schweinegrippe lieber in Deutschland als im Ausland verbringen. 36,1 Prozent der Befragten gab an, noch nicht genau abschätzen zu können, welche Auswirkungen die Schweinegrippe auf ihren Urlaub haben wird.

Weitere Informationen und Ergebnisse zur Umfrage über die Konsequenzen der Schweinegrippe auf das Buchungsverhalten der Deutschen unter www.imt-fhw.de.

Parallel zur aktuellen „Schweinegrippe-Umfrage“ wickelt das IMT derzeit im Rahmen eines kooperativen Forschungsprojektes gemeinsam mit dem Team von GFK TravelScope die Studie Destination Brand ab. Dabei wird abgefragt, wie stark die deutschen Urlaubsziele als Marke wahrgenommen werden. Begleitet wird die Untersuchung von der Münchner Fullservice-Agentur COMEO und dem Hamburger Tourismus- und Freizeitinstitut inspektour. Mit der bevölkerungs-repräsentativen Online-Erhebung, in der insgesamt 6.000 Probanden im Alter von 14 bis 74 Jahren interviewt werden, wurde im April 2009 begonnen.

Das Institut für Management und Tourismus (IMT) ist das Kompetenzzentrum für betriebswirtschaftlich orientierte Tourismusforschung und -qualifizierung an der Fachhochschule Westküste, Heide. Dank seiner besonderen Strukturen ist das Institut in der Lage, das Thema Tourismus mit großer Expertise aus betriebswirtschaftlicher Perspektive zu betrachten und gleichzeitig relevante interdisziplinäre Erkenntnisse einzubeziehen. Dabei legen Prof. Dr. Bernd Eisenstein und das IMT-Team großen Wert auf die Unabhängigkeit der Forschung, eine sinnvolle Nähe zur Praxis und eine kompetente, wissenschaftliche Fundierung. (comeo)



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