16. Mai 2009, Nordrhein-Westfalen

Bielefeld: Ausstellung „1968. Die Große Unschuld“

Mit etwas Verspätung, dafür aber umso gehaltvoller, ist nun der Katalog zur Ausstellung „1968. Die Große Unschuld“ erschienen. In 20 Kapiteln werden die Themenbereiche der Ausstellung auf 576 Seiten wissenschaftlich aufgearbeitet. So widmet sich Thomas Kellein in seinem Einführungstext „Das Individuum als Gesetzgeber“ der Veränderung des Selbstverständnisses von Künstlern. „Zwischen ’Serieller Formation’ und Ironie“ erkennt er „Das Erwachen Deutschlands“. Der so genannten „heißen Viertelstunde“, Österreichs Beitrag zum Jahr 1968, widmet sich Roman Grabner in seinem Essay „’geht’s heim zu mutti!’“ Über den Beitrag der Künstlerinnen zum Umbruchjahr 1968 informiert Daniel Neugebauers Beitrag „Mit Körpern und Kanonen. Kunst und Geschlecht ab 1968“. Der bei DuMont verlegte Katalog bildet alle ausgestellten Werke farbig ab. Die Museumsausgabe ist ab sofort für € 28 im Museumsshop der Kunsthalle zu erwerben, über den Buchhandel ist der Katalog für €
49,95 zu beziehen.

1968. Die Große Unschuld, Ausstellungskatalog. Herausgegeben von Thomas Kellein mit Roman Grabner und Felicitas von Richthofen. Beiträge von Matthias Albrecht, Christiane Heuwinkel, Tania Müller und Daniel Neugebauer. 576 S., DuMont. Gefördert von der Ernst von Siemens Kunststiftung.

Die Ausstellung:
„1968. Die Große Unschuld“ analysiert amerikanische, europäische und asiatische Künstler am Beispiel von rund 350 Werken. Nicht Sex, Drogen und Rock’n’Roll, sondern die Große Unschuld steht in der Kunst um 1968 auf dem Programm. Abseits der Studentenrevolten und des globalen politischen Aufruhrs geht es 1968 um einen antidiktatorischen Kunstimpuls. Mehr als 150 internationale Künstlerinnen und Künstler ebenso wie visionäre Architekten manifestieren in der Kunsthalle Bielefeld Werke der Weltvermessung und Weltveränderung. Die Ausstellung wird finanziell von der Kunststiftung NRW, der Kulturstiftung der Sparkasse Bielefeld, den Stadtwerken Bielefeld, der Bundeszentrale für politische Bildung und der Bielefelder Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft ermöglicht. (kunsthalle-bielefeld)



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